Noch mehr Zensur? Der Türkische Bund in Berlin-Brandenburg (TBB), der sich als “Vertretung der BerlinerInnen türkischer Herkunft gegenüber allen Berliner Institutionen” sieht, fordert von der Bundesregierung “umgehend eine Medienbeobachtungsstelle zur Eindämmung der rassistischen Diskurse”, also Zensur. Ausgangspunkt ist die Kritik an der unterirdischen Mely Kiyak, der “Lieblingskolumnistin” des Türkenbundes, die am 8. Juni von den [...]
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...Türken für ihr menschenverachtendes Geschmier über Sarrazin einen Solidaritätsabend spendiert bekommt.
Gleichzeitig beklagt der Türkenbund, daß die Springer-Presse und das Fernsehen über Sarrazins Bücher berichtet haben. Dabei ist die Schere doch längst in vielen Redaktionsstuben angekommen. Auch heute noch steht in vielen Zeitungen nicht, daß es ein Kurde war, der in Kreuzberg mit ‘Allahu akbar’ seine Frau geköpft und ihren Kopf vom Dach in den Hinterhof geworfen hat. Darf darüber dann auch nicht mehr berichtet werden?
Interessanterweise ist die türkische Presse (Hürriyet) in der Türkei nicht so zurückhaltend bei Verbrechen. Dort stehen klar und deutlich alle Namen. Der 33-jährige Bauarbeiter Orhan Subay hat seine 31-jährige Ehefrau Sema geköpft, die mit ihm wegen einer iranisch-stämmigen “Leyla” gestritten hat, mit der der Ehemann eine Affäre gehabt haben soll. Na also! Geht doch! Warum soll das hier anders sein? Warum sollen wir schweigen?
(Den ganzen Aufruf des Türkenbundes finden Sie im Kommentarbereich.)
#1 kewil (05. Jun 2012 08:44)
Mely K?yak darf nicht mundtot gemacht werden!
Nach dem Escheinen des Artikels „Liebe Wissensgesellschaft“ am 19. Mai 2012 steht die renommierte Kolumnistin der Frankfurter Rundschau und der Berliner Zeitung, Mely K?yak, unter Beschuss der der rechtsextremen Bloggerszene, aber auch der Boulevardmedien.
In der ersten Kritikwelle schien die von K?yak verwendeten Metapher über Thilo Sarrazin und seinem Auftritt in der Sendung von Günther Jauch im Fokus gewesen zu sein. Die Kolumnistin entschuldigte sich dafür, dass sie unwissentlich auf eine körperliche Beeinträchtigung von Sarrazin hingewiesen hat. „Wenn jedoch die Ausdrucksweise der Kritik und das systematische Vorgehen gegen die Person von K?yak näher betrachtet wird, so ist klar, wo der Schuh drückt“, sagte Çiçek Bacik, Sprecherin des TBB. „Es beunruhigt uns, wie der Springer-Verlag auf den Zug der rechtsextremen Szene springt und somit eine systematische Einschüchterungskampagne gegen Rassismuskritik in unserer Gesellschaft verfolgt“, so Bacik weiter.
Es ist daran zu erinnern, dass bereits vor dem Erscheinen des Sarrazin-Bestsellers „Deutschland schafft es ab“ der Springer Verlag im „Bild“ und „Spiegel“ Vorabdrucke des Buches vorgenommen und somit ein Forum für die Verbreitung rassistischen Gedankenguts geschaffen hatte. Auch der öffentlich rechtliche Rundfunk hatte sich sichtlich hinter Sarrazin gestellt und ihm die Möglichkeit gegeben, in zahlreichen Talkshows Millionen Einwanderer_innen muslimischen Hintergrunds öffentlich zu verleumden. Mely K?yak wurde medial unter Druck gesetzt, sich für ihre Äußerungen an Sarrazin zu entschuldigen. Niemand hat sich bis heute für die unzähligen rassistischen Beleidigungen entschuldigt, die unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit ungestört verbreitet werden. „Wer darf was, wann sagen? Wer genießt die schützende Hand der kulturellen Hegemonie und wer nicht? Diese Fragen müssen wir uns stellen“, sagte Bacik. „Wir fordern die Bundesregierung auf, umgehend eine Medienbeobachtungsstelle zur Eindämmung der rassistischen Diskurse einzurichten. Nur so kann das funktionierende Zusammenleben aufrecht erhalten werden und die verletzte Würde vieler Menschen, die Rassismus erfahren, wieder hergestellt werden.“, so Bacik abschließend.
Der TBB unterstützt die Solidaritätskampagne im Ballhaus Naunynstrasse am 8. Juni, um 20:00: „LIEBE MELY KIYAK… – Ein Abend für unsere Lieblingskolumnistin: Wider die Hetzkampagne!“ und ruft alle rassismuskritischen Menschen in Berlin dazu auf, an diesem Abend teilzunehmen.
http://tbb-berlin.de/Über%20den%20TBB




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