Weiterlesen: Junge FreiheitGauweiler gegen EM-Boykott
BERLIN. Der CSU-Bundestagsabgeordnete Peter Gauweiler hat sich gegen einen Boykott der Fußballeuropameisterschaft in der Ukraine ausgesprochen. Ein solches Vorgehen sei „höchstens deklaratorisch“ und ähnlich „wirkungslos wie alle bisherigen Boykotte von Sportwettkämpfen“, betonte Gauweiler in einem Brief an Außenminister Guido Westerwelle (FDP). Mit Blick auf die inhaftierte frühere Regierungschefin, Julia Timoschenko, forderte er stattdessen ein Verfahren gegen die Regierung in Kiew vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte.
So hätten alle Beobachter den Prozeß gegen Timoschenko als unfair bezeichnet. Dieser sei lediglich ein „Racheakt“ des neugewählten Präsidenten Wiktor Janukowytsch, sagte der CSU-Politiker, der energisch gegen die „schändlichen“ Haftbedingungen und die gegen Timoschenko angeblich praktizierte „Repression“ protestierte. Konkret verstößt die Ukraine damit nach Ansicht Gauweilers gegen den Anspruch auf ein faires Verfahren, das Folterverbot und das Recht auf eine menschenwürdige Behandlung.
Ukraine weist Kritik zurück
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