Weiterlesen: Kopp-VerlagAbrechnung: Kristina Schröder, Makel, Mütter und Männer
Eva Herman
Ja, so ist das: Treten vereinzelte Volksvertreter aus Berlin den politisch korrekten Strukturen wie Multikulti oder der unsinnigen Frauenquote einmal entschieden entgegen, so werden sie von der aufgebrachten Medienelite auch schon wütend bespuckt. Aktuelle Beispiele: Bundesinnenminister Friedrich spricht derzeit Millionen von Bürgern aus dem Herzen, wenn er über die Wiedereinführung von EU-Grenzkontrollen spricht. Und Familienministerin Schröder stellt sich mit ihrem neuen Buch heldenhaft in den harten Gegenwind der einflussreichen feministischen KrippensingerInnen. Überraschend wohltuend auch: Ihr echtes Friedensangebot an die Männer.
Mit einer solch heftigen Reaktion hatte Kristina Schröder wohl nicht gerechnet. Und eventuell könnten ihre Tage im Amt der Bundesfamilienministerin gezählt sein. Denn mit ihrem neuen Buch Danke, emanzipiert sind wir selber! hat sie sich den Unmut des herrschenden Medienkartells zugezogen, ist bei den Frauen zur »Verräterin der eigenen Sache« geworden. Seit Sarrazin, Wulff und Grass weiß man, wie so etwas ausgeht.
Ganz vorneweg im Kampfanzug: Wütende Emanzen in Politik, Gesellschaft und Medien. Nun sitzt Frau Schröder in der Falle, sowohl als Mutter als auch als Ministerin. Dabei hätte die Politikerin mit ihren überraschenden Gedanken, die sie zwischen den Buchdeckeln offenbart, sogar die Chance gehabt, unsere gestörte Gesellschaft eventuell noch zu retten. Auf jeden Fall kann man ihr dankbar sein für ihre klaren Worte, die Balsam sein dürften für so viele missverstandene und abgewertete Mütter und Männer im Land.
In Schröders Buch finden sich, nach Jahrzehnten des Geschlechterkampfs, ungewöhnlich versöhnliche Sätze und man reibt sich verwundert die Augen, wenn es zum Beispiel heißt: »Ist es noch zweckmäßig, im Mann den Gegner zu sehen, oder wäre es heute nicht sinnvoller, ihn als Verbündeten zu betrachten?« Alice Schwarzer wird schnaubend in die Tischkante beißen, hat sie doch einst den Mann als Universalgegner der Frauen ausgemacht. Deswegen verpasste frau ihm das Image des Weicheis und Hausmanns oder aber des gewaltbereiten Machos. Alles andere ist bis heute ja politisch unkorrekt, so krank das auch sein mag.
Die Ministerin versucht in ihrem Buch, Angebote an alle Seiten zu machen. Doch das muss letztlich scheitern, denn die Feministinnen riechen natürlich sofort den Braten: Schröders eigener Standpunkt schimmert nämlich überall durch, und der ist politisch längst nicht mehr tragfähig, gibt es heutzutage doch nur ein »korrektes« Credo: Frauen in die Arbeit, Kinder in die Krippe, Männer in die Pantoffeln! Schröder ist nicht mehr nur Ministerin, sie ist auch Mutter.
Wer sich durch die Kapitel liest, erkennt schnell: Ihr ist offenbar das passiert, was viele Frauen erleben, sobald sie Kinder bekommen: Ihnen wächst ein anderer Kopf. Ein völlig natürlicher Vorgang, den allerdings zahlreiche kinderlose Feministinnen, die nur sich selbst und ihre persönlichen Vorteile kennen, nicht einmal ansatzweise nachvollziehen können. Sie schreien wieder wie wild geworden, doch von Rechts wegen müsste man sie von dieser Diskussion einfach ausschließen, allesamt und rigoros, weil sie nämlich keine Ahnung haben, da ihnen die alles entscheidende Erfahrung dazu fehlt: Eigene Kinder.
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