Weiterlesen: Junge FreiheitFreiheitsstrafen nach „Hetzjagd auf junge Migranten“
STUTTGART. Das Landgericht Stuttgart hat zwei rechtsradikale junge Männer wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung in neun Fällen zu mehrjährigen Freiheitsstrafen verurteilt. Der Richter sah es als erwiesen an, daß sich die heute 21 und 22 Jahre alten Männer im April vergangenen Jahres an einer „Hetzjagd auf junge Migranten“ beteiligt hatten. Beide müssen nun jeweils für zwei Jahre und fünf Monate in Haft.
Anlaß war eine Geburtstagsfeier „mit überwiegend rechtsradikal eingestellten Teilnehmern auf einer Streuobstwiese“, an der auch die beiden Verurteilten teilnahmen. In der Nähe der Feier grillten mehrere junge Einwanderer. Im Verlauf der Nacht kam es zwischen beiden Gruppen zum Streit und im Anschluß daran laut Pressemitteilung des Gerichts „zu einem Angriff von mindestens zehn Rechtsradikalen unter Beteiligung der beiden Angeklagten auf die neun Gäste der Grillfeier“.
Als die Einwanderer daraufhin „panikartig flüchteten“, wurden sie von „den Rechtsradikalen gejagt“, geschlagen und getreten. Bei ihrer Flucht verletzten sich einige Ausländer durch Stürze. „Unter anderem kam es zu einer Milzverletzung, einem Armbruch und einer Meniskusverletzung“, so das Gericht. Alle Opfer litten bis heute unter erheblichen Angstzuständen.
„Gruppenspezifische Menschenfeindlichkeit“
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