In der Sendung “Kontrovers” des Bayerischen Fernsehens kam gestern Abend ein heikler Bericht über Hesham Shashaa alias Sheikh Abu Adam, der in der Vergangenheit schon in den Verdacht gekommen war, eine seiner drei Frauen krankenhausreif geprügelt zu haben. Dies hatte aber zu keiner Verurteilung geführt, da ihn die Betroffene vor Gericht dann doch nicht belastet hatte. Nun zeigt sich, dass der palästinensische Imam offensichtlich permanent Urteile nach der Scharia fällt, was zu einem parallelen Rechtssystem mitten in München führt. Und, welch Wunder, keiner unternimmt etwas dagegen, alle schauen weg. Wäre sonst ja auch ein Zeichen von interkultureller Inkompetenz. (Von Michael Stürzenberger)
Die Moschee, in der nur langbärtige und kopftuchbehangene Rechtgläubige verkehren, nennt sich “Haus des Koran”. Imam Abu Adam ist hier Herr im Haus. Seine Anhänger sagen, er lebe einen “unverfälschten” Islam vor, man sei aber gegen Gewalt und Terror. Wie das mit dem Koran zusammenpasst, ist wohl ziemlich erklärungsbedürftig. Abu Adam sei ein “Friedensstifter”, sagt eine Muslima im Interview, die sogar ihre Hand unter Stoff verbirgt. Ein anderer bärtiger Moslem sagt, der Sinn des Lebens sei, Allah zu dienen, so stehe es im Koran. Ein ebenfalls bärtiger, vermutlich biodeutscher Konvertit, findet, dass der Islam dort “sehr authentisch” vermittelt werde. Müssen wir jetzt ein bisschen Angst bekommen, fragen wir uns?
Im Gespräch mit dem TV-Team klingele ständig eines seiner 10 Handys, genausoviel wie er bisher Kinder in die Welt gesetzt hat, was ihm monatlich 1900 Euro Kindergeld einbringt. Von irgend etwas muss man ja schließlich leben. Ob einer aus dem muslimischen Nachwuchs auch “Jihad” heißt, wie der kürzlich in Berlin geborene 6-Kilo-Wonneproppen – der allerdings dort schon der vierzehnte Streich im Geiste Allahs war – wissen wir nicht. Abu Adam fällt für Münchner Moslems offensichtlich ständig islamische Rechtsgutachten, sogenannte Fatwas, und zwar original nach der Scharia, da tausende Rechtgläubige schließlich Anleitungen für ihr Leben bräuchten.
Der Beitrag steht laut BR unter dem Motto:Allahs Friedensstifter – Islamische Richter und der RechtsstaatHier das sehenswerte knapp sechsminütige Video aus einer islamischen Gegengesellschaft mitten in München.
Für sie zählt nicht das Strafgesetzbuch, sondern die Scharia. Sogenannte Friedensrichter entscheiden mitten unter uns nach eigenen Gesetzen, abseits des deutschen Rechtsstaats. Die Behörden wissen Bescheid – und schauen meist doch nur zu!
Die TV-Reportage hat der freiberufliche Journalist Ahmet Senyurt gestaltet, der auch schon ein Portrait über die deutsche islamkritische Szene inklusive PI für Cosmo TV produzierte. Er gilt als sogenannter “gemäßigter” Moslem, soll aber mit klarer Islamkritik à la Michael Mannheimer überhaupt nicht zurechtkommen. Zumindest scheint er momentan gegen die Anwendung der Scharia in Deutschland zu sein – immerhin schonmal etwas. Das “dokzentrum” berichtet über ihn:Der Kölner Journalist wuchs in dem Milieu auf, über das er berichtet. Er besitzt ein großes Netzwerk von Kontaktpersonen und Informationsquellen und erkennt in der türkischen Sprache und Mentalität heute seine Kompetenzen. Er setzt sich für Geschichten nicht zuerst an den Schreibtisch, sondern geht vor Ort. Erkundet das soziale Umfeld und die Lebensverhältnisse der Personengruppen, bevor er einen Beitrag fertigt. Diese Nähe fordert von Ahmet Senyurt manchmal einen Spagat zwischen seinem Lebensalltag und der Welt, in die er für den Journalismus taucht: „Wenn ich in Moscheen schlafe, dann sehe ich aus wie ein Taliban. Dann rasiere ich mich nicht, ich bin dann genauso. Mein Problem ist, dass es manchmal sehr schwer ist, zwischen innerer und äußerer Welt zu trennen.“Hauptsache, die innere und äußere Welt wachsen bei ihm im Rahmen solcher investigativer Reportagen nicht doch irgendwann einmal zusammen..
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