WAZ-Leser wissen mehr
Gepostet am 13. August 2009 ¬ 21:48h.admin


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Daran erinnert man sich gerne: Ein linker Muster-Demokrat beim mutigen "Querstellen"...

Journalisten stehen oft unter Druck und Stress. Ist es da verwunderlich, wenn manche Recherche darunter leidet? Zumindest bei einem Blick in die heutige Ausgabe des Essener Lokalteils der Tageszeitung WAZ könnte der aufmerksame Leser eindrucksvoll zu diesem Schluss gelangen…

Unter der überaus sachlichen Überschrift “Foto-Schau zum Kölner Kampf gegen Rechts” schreibt die WAZ:

Noch bis zum 20. August zeigt die Essener Gewerkschaftsjugend die Fotoausstellung “Wir stellen uns quer!” in den Räumen der DGB-Region (Hollestr. 3, 9. Etage). Die Ausstellung des DGB thematisiert und dokumentiert die bundesweit beachteten Ereignisse in Köln rund um die Bewegung “Pro NRW”, die Anti-Islamkongresse sowie die entsprechenden Gegenbündnisse.

Zur Erinnerung: Am 19./20. September 2008 wollte Pro Köln einen Anti-Islamkongress mit Rechtspopulisten aus ganz Europa durchführen. Die Kölner Bürger stellten sich mit rund 40.000 Gegendemonstranten quer. Gewerkschaften, Parteien, Kirchen, Taxisfahrer, Kneipen, Jugendverbände und die Kölner Wirtschaft positionierten sich gegen Rechts.

Viele Fehler in einem kleinen einspaltigen 25-Zeiler – nicht schlecht. Natürlich darf man den WAZ-Redakteuren bei einem solch bemerkenswerten Recherche-Ergebnis nichts böses unterstellen. Vielleicht war man in der Lokalredaktion einfach nur schlecht drauf – die Auflagenzahl der WAZ, so hört und liest man es, soll schließlich weiter gesunken- und der ein oder andere größere Anzeigenauftrag zu Wasser geworden sein. Wenn dann noch Hitze und Schwüle und öffentliche Kritik an der möglicherweise allzu harmonischen Verbindung zwischen der CDU-Staatskanzlei und dem WAZ-Chef, dem Ex-SPD-Politiker und Schröder-Freund Hombach, dazu kommen…

Ein bisschen merkwürdig finden wir es aber schon, dass den Journalisten der WAZ im Hinblick auf die Bürgerbewegung Pro Köln bzw. Pro NRW die Recherche bislang eigentlich noch nie gelungen ist. Woran das wohl liegen mag? Schließlich hatten wir die WAZ auf die gleichen oder ähnliche Fehler schon in der Vergangenheit mehrmals aufmerksam gemacht. Aber Schwamm drüber. Gerne übernehmen wir wieder die Fehlerkorrektur:

Am 19./20 fand ein “Anti-Islamisierungskongress statt, nicht etwa ein Anti-Islamkongress. Veranstalter war nicht eine “Bewegung Pro NRW” sondern die Bürgerbewegung Pro NRW. 40.000 Gegendemonstranten wären ganz sicher zur Stelle gewesen wenn zeitgleich eine Fastfoodkette Ihre Burger verschenkt hätte. So fanden sich tatsächlich aber nur ca. 5.000-8.000 Gegendemonstranten ein, die überwiegend von weit weit her aber ganz sicher nicht aus Köln kamen. Nicht alle Parteien lehnten den Anti-Islamisierungskongress ab. Und das sich angeblich Taxisfahrer gegen die Veranstaltung “positioniert” hätten ist wohl dem von oben ausgeübten Druck zu verdanken, der es Ihnen untersagte Kongressteilnehmer zu befördern (Wir können uns noch gut an die über 80jährige gehbehinderte Dame erinnern die kein Taxi fand). Es war auch nicht “die Kölner Wirtschaft” - sondern die Kölner IHK (bei der viele Unternehmen sich eher als Zwangsmitglieder fühlen), die in Absprache mit den etablierten politischen Spitzen (und nicht etwa mit Ihren Mitgliedern) Stimmung gegen den Anti-Islamisierungskongress machte (Wir suchen heute noch die Stelle in der IHK-Satzung, die einen solchen einseitigen politischen Aktionismus rechtfertigt).

Soviel zu den inhaltlichen Fehlern des WAZ-Artikels.

Wenn die WAZ-Redakteure schon die Formulierung “Zur Erinnerung” wählen, dann sollten sie vielleicht auch einige wesentliche Aspekte nicht einfach unter den Tisch fallen lassen. Deshalb möchten wir die Erinnerung ein wenig auffrischen: Mehrere Teilnehmer von Pro Köln aber auch unbeteiligte Bürgerinnen und Bürger wurden brutal von Linken Gewalttätern angegriffen und menschenverachtend beschimpft; der Rechtsstaat kapitulierte vor den wildgewordenen Linksextremisten: Statt die an der Veranstaltung teilnehmenden Bürger und Besucher vor Kriminellen zu schützen kniff die Polizeiführung um Polizeipräsident Steffenhagen vor den linken Chaoten und verbot stattdessen die lange vorher genehmigte Verantstaltung von Pro Köln wegen “Sicherheitsbedenken” (dafür bekam Steffenhagen einige Wochen später eine entsprechende gerichtliche Quittung); Viele Bürgerinnen und Bürger fühlten sich auch noch Stunden nach der Veranstaltung von linken Extremisten massiv bedroht und europäische Parlamentarier wurden rechtswidrig in Ihrer Freiheit eingeschränkt.

Im Fazit verursachten die zum größten Teil von außerhalb angereisten Linksradikalen Gewalttäter und Randalierer erhebliche Sachschäden. Böse Ironie am Rande: Linke Extremisten jagten einen jüdischen Besucher durch die Stadt weil man ihn für einen Veranstaltungsbesucher hielt – Die eigentlich gut sichtbare Kippa hatten die Linken in Ihrem Blutrausch wohl übersehen. Wir können natürlich nur spekulieren – aber wäre eine solche Gewaltwelle von rechten Extremisten ausgegangen - die politische und mediale Empörungswelle wäre – zu Recht – einem Tsunami gleichgekommen. Wenn aber Linksradikale alte Menschen bedrohen, Bürger progromartig durch die Straßen jagen und unschuldige Passanten verprügeln – dann scheint die Welt für viele Politiker und Journalisten völlig in Ordnung zu sein.

Wie heisst es so schön bei den Kolleginnen und Kollegen einer großen Tageszeitung: “Wahrheit braucht immer einen Mutigen der sie ausspricht.” In diesem Sinne freuen wir uns auch in Zukunft wenn wir der WAZ bei Ihrer Recherche helfen können – kurzer Anruf genügt…

http://www.ju-ehrenfeld.de/?p=318