Heidekind
29.01.2012, 11:42
Hier mal Schwarz auf Weiß, was der NRW-Bürger schon lange empfindet! Hauptsache bei Knöllchen wird abkassiert, und mindestens einmal pro Woche streunt das Ordnungsamt durch Wohngebiete, in denen noch was zu holen ist! kotzen-01
So gründlich wurde die CDU schon lange nicht mehr niedergemacht: "In die unterste Schublade" habe sie gegriffen, den Ruf des Landes mache sie "kaputt", sie schüre "Ängste", sei von "Weltuntergangsstimmung" infiziert. "Populismus" treibe sie natürlich auch. Ach ja, und "billig" und "gefährlich" sei dieser Auftritt ebenfalls. So hagelten die Vorwürfe vornehmlich rot-grüner Provenienz auf die Union nieder. Was war geschehen? Hatte sich die CDU-Fraktion mit der NPD verbrüdert?
Die CDU hatte es gewagt, im Landtag über einen alarmierenden Umstand sprechen zu wollen: Die Aufklärungsquote bei Straftaten in NRW ist miserabel. Deutschlandweit werden nur in den drei Stadtstaaten noch weniger Verbrechen aufgeklärt als in NRW. Mit 49,9 Prozent liegt die hiesige Quote auf dem viertletzten Platz im Ländervergleich und seit Jahren klar unter dem Bundesdurchschnitt (56 Prozent).
CDU klagt über Vernachlässigung der Kripo
Woran liegt das? Und was lässt sich dagegen unternehmen? So fragte CDU-Innenpolitiker Theo Kruse – und deutete seine Antwort gleich an: Wer die Kriminalpolizei, also die Experten fürs Aufklären von Straftaten, so vernachlässige wie Rot-Grün, dürfe sich über mangelnden Aufklärungserfolg nicht wundern.
SPD und Grüne fanden dies geradezu empörend. In Wirklichkeit gebe es einen ganz anderen Grund für die niedrige Aufklärungsquote: NRW ist angefüllt mit Ballungszentren, in denen Kriminelle traditionell schlechter zu fassen sind als auf dem Land.
Andere Flächenländer wie Niedersachsen oder Bayern sind dagegen viel agrarischer geprägt. Dieser soziologische Unterschied und nicht eine falsche Sicherheitspolitik verursache die mauen Ergebnisse bei der Verbecherjagd.
Diesem Argument widerspricht allerdings partiell die Statistik. Denn: Nicht nur im Bundesländervergleich liegt NRW hinten, auch im Vergleich aller bundesdeutschen Städte ab 200.000 Einwohnern landen die NRW-Metropolen im Keller – und empfehlen sich dem Anschein nach als Kriminellenoase.
Niedrige Aufklärungsquote in NRW-Großstädten
In über einem Dutzend NRW-Großstädte unterschreitet die Aufklärungsquote klar den Bundesdurchschnitt, während die Mehrzahl der Großstädte in anderen Bundesländern diesen Durchschnitt überschreitet. Auch die vier Großstädte mit den deutschlandweit niedrigsten Aufklärungsquoten liegen alle in NRW: Köln, Bonn, Gelsenkirchen und Düsseldorf. Die hohe Städtedichte reicht also nicht aus, um die Aufklärungsdefizite zu entschlüsseln, worauf auch Kenner wie Kölns Ex-Polizeipräsident Klaus Steffenhagen schon hinwiesen.
Er identifizierte bereits 2010 die mangelnde Personalstärke als Hauptursache. Damals gab er sein langjähriges Ziel auf, Köln bei der Kriminalitätsbekämpfung auf das Niveau Münchens zu hieven, schließlich weist die Sozialstruktur beider Städte viele Ähnlichkeiten auf. Aber der Versuch schlug fehl.
Auch 2010 lag die Münchener Aufklärungsquote mit 61,5 Prozent wieder höher als in Köln (44,7 Prozent). München bekomme eben mehr Personal zur Kriminellenjagd gestellt, da könne Köln nicht mithalten, ließ Steffenhagen seufzend verlauten. Und trat alsbald vorzeitig zurück – offiziell aus gesundheitlichen Gründen. Und tatsächlich: Die Münchener Kripo zählt zwar in etwa so viele Mitarbeiter wie die Kölner, ihr Arbeitssoll ist aber weitaus niedriger.
So muss ein rheinischer Sachbearbeiter pro Monat etwa 30 Einbruchsanzeigen vom Tisch arbeiten, sein Münchener Kollege gerade mal acht. Folge: "In Köln wie in ganz NRW wird die Kriminalität häufig eher verwaltet als bekämpft", so klagt jedenfalls Wilfried Albishausen vom Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK).
Kaum Personalnachschub bei der Kriminalpolizei
...
http://www.welt.de/politik/deutschland/article13838475/Nordrhein-Westfalen-eine-Oase-fuer-Kriminelle.html
So gründlich wurde die CDU schon lange nicht mehr niedergemacht: "In die unterste Schublade" habe sie gegriffen, den Ruf des Landes mache sie "kaputt", sie schüre "Ängste", sei von "Weltuntergangsstimmung" infiziert. "Populismus" treibe sie natürlich auch. Ach ja, und "billig" und "gefährlich" sei dieser Auftritt ebenfalls. So hagelten die Vorwürfe vornehmlich rot-grüner Provenienz auf die Union nieder. Was war geschehen? Hatte sich die CDU-Fraktion mit der NPD verbrüdert?
Die CDU hatte es gewagt, im Landtag über einen alarmierenden Umstand sprechen zu wollen: Die Aufklärungsquote bei Straftaten in NRW ist miserabel. Deutschlandweit werden nur in den drei Stadtstaaten noch weniger Verbrechen aufgeklärt als in NRW. Mit 49,9 Prozent liegt die hiesige Quote auf dem viertletzten Platz im Ländervergleich und seit Jahren klar unter dem Bundesdurchschnitt (56 Prozent).
CDU klagt über Vernachlässigung der Kripo
Woran liegt das? Und was lässt sich dagegen unternehmen? So fragte CDU-Innenpolitiker Theo Kruse – und deutete seine Antwort gleich an: Wer die Kriminalpolizei, also die Experten fürs Aufklären von Straftaten, so vernachlässige wie Rot-Grün, dürfe sich über mangelnden Aufklärungserfolg nicht wundern.
SPD und Grüne fanden dies geradezu empörend. In Wirklichkeit gebe es einen ganz anderen Grund für die niedrige Aufklärungsquote: NRW ist angefüllt mit Ballungszentren, in denen Kriminelle traditionell schlechter zu fassen sind als auf dem Land.
Andere Flächenländer wie Niedersachsen oder Bayern sind dagegen viel agrarischer geprägt. Dieser soziologische Unterschied und nicht eine falsche Sicherheitspolitik verursache die mauen Ergebnisse bei der Verbecherjagd.
Diesem Argument widerspricht allerdings partiell die Statistik. Denn: Nicht nur im Bundesländervergleich liegt NRW hinten, auch im Vergleich aller bundesdeutschen Städte ab 200.000 Einwohnern landen die NRW-Metropolen im Keller – und empfehlen sich dem Anschein nach als Kriminellenoase.
Niedrige Aufklärungsquote in NRW-Großstädten
In über einem Dutzend NRW-Großstädte unterschreitet die Aufklärungsquote klar den Bundesdurchschnitt, während die Mehrzahl der Großstädte in anderen Bundesländern diesen Durchschnitt überschreitet. Auch die vier Großstädte mit den deutschlandweit niedrigsten Aufklärungsquoten liegen alle in NRW: Köln, Bonn, Gelsenkirchen und Düsseldorf. Die hohe Städtedichte reicht also nicht aus, um die Aufklärungsdefizite zu entschlüsseln, worauf auch Kenner wie Kölns Ex-Polizeipräsident Klaus Steffenhagen schon hinwiesen.
Er identifizierte bereits 2010 die mangelnde Personalstärke als Hauptursache. Damals gab er sein langjähriges Ziel auf, Köln bei der Kriminalitätsbekämpfung auf das Niveau Münchens zu hieven, schließlich weist die Sozialstruktur beider Städte viele Ähnlichkeiten auf. Aber der Versuch schlug fehl.
Auch 2010 lag die Münchener Aufklärungsquote mit 61,5 Prozent wieder höher als in Köln (44,7 Prozent). München bekomme eben mehr Personal zur Kriminellenjagd gestellt, da könne Köln nicht mithalten, ließ Steffenhagen seufzend verlauten. Und trat alsbald vorzeitig zurück – offiziell aus gesundheitlichen Gründen. Und tatsächlich: Die Münchener Kripo zählt zwar in etwa so viele Mitarbeiter wie die Kölner, ihr Arbeitssoll ist aber weitaus niedriger.
So muss ein rheinischer Sachbearbeiter pro Monat etwa 30 Einbruchsanzeigen vom Tisch arbeiten, sein Münchener Kollege gerade mal acht. Folge: "In Köln wie in ganz NRW wird die Kriminalität häufig eher verwaltet als bekämpft", so klagt jedenfalls Wilfried Albishausen vom Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK).
Kaum Personalnachschub bei der Kriminalpolizei
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http://www.welt.de/politik/deutschland/article13838475/Nordrhein-Westfalen-eine-Oase-fuer-Kriminelle.html