Lehrer L
19.10.2010, 11:37
Inhalt
1. Allahs Agenten
2. Jüngster Tag und Gericht
3. Satan, Höllenfeuer und köchelnde Ungläubige
4. Paradies und Huris
5. Letztes Opfer
Weitere Neuigkeiten aus dem Jenseits sind erhältlich bei Imam Abd ar-Rahim ibn Ahmad al-Qadi: Das Totenbuch des Islam, Frankfurt, 2006.
Wer in der Romantik das Wort Orient vernahm, dessen Augen begannen zu leuchten. Auch die Maler waren entzückt und widmeten sich dieses Themas voll Hingabe. Bei den Herren der Schöpfung war das Thema Harem überaus beliebt. All das kann nicht über den Mangel hinwegtäuschen, dass es dem Durchschnitts-Ungläubigen an Grundkenntnissen darüber mangelt, was ihn dank Allah erwarten könnte oder gar entgeht. Ökologische Aspekte waren in der folgenden Betrachtung zu vernachlässigen, da das Energieproblem in Allahs Hölle gelöst ist und sich das islamische Paradies als überaus nachhaltig präsentiert.
1. Allahs Agenten
Bekanntlich verharrt der gläubige Moslem in stetiger, freudiger Erwartung des Paradieses und der dort gebotenen, nicht nur lukullischen Annehmlichkeiten. Der Islam kennt diesen Ort der Wonne und des Überflusses recht genau und hat ihn in bunten Farben geschildert, denn der Moslem wird dort eine Ewigkeit verbringen und die will ohne Langeweile erst einmal organisiert sein.
Wehe aber den Ungläubigen und den Heuchlern! Ihnen wird Allah manche böse Überraschung bereiten, denn sein Höllenfeuer wird mit Steinen und Menschen gespeist und hat immer Hunger. Die höllischen Qualen der Verdammten beschreibt der Islam mit feindseliger Gründlichkeit und Freude am Detail. Aber die Ungläubigen können hoffen! Mit einem kleinen Trick haben sie vielleicht die Chance, Allahs Inferno zu umgehen.
Als großer Freund der Konten führt Allah eine Vielzahl von Büchern, die im Folgenden eine gewisse Rolle spielen. Unklar ist allerdings was er damit bezweckt. Schließlich ist Allah allwissend und allmächtig, wozu dann der Aufwand? Fundierte Vorschriften zur Buchführung finden sich im Koran nicht, aber vielleicht wird er nur unvollständig ausgelegt. Allahs Hauptbücher müssen einen tiefen, nicht erkennbaren Sinn haben, will man nicht annehmen, dass Allah in die Jahre gekommen ist und ihn seine Zipperlein plagen:
Koran 36,12 Wir (allein) machen die Toten (wieder) lebendig. Und wir schreiben auf, was sie früher getan, und die Spuren, die sie (mit ihrem Lebenswandel) hinterlassen haben. Alles haben wir in einem deutlichen Hauptbuch (?) aufgezählt.
Koran 83,7 Nein! Die Schrift der Sünder (mit dem Verzeichnis ihrer Taten) befindet sich in Siddschin. 8 Aber wie kannst du wissen, was Siddschin ist? 9 Es ist ein (voll?) beschriebenes(?) Buch.
Koran 83,18 Nein! Die Schrift der Frommen (mit dem Verzeichnis ihrer Taten) befindet sich in Illijun. 19 Aber wie kannst du wissen, was Illijun ist? 20 Es ist ein (voll?) beschriebenes(?) Buch, 21 das diejenigen, die (Gott) nahestehen, bezeugen(?) (oder: (mit eigenen Augen) sehen?).
Koran 10,21 Sag: Gott ist schneller im Ränkeschmieden. Unsere Gesandten (d.h. die Hüterengel) schreiben (alles auf), was ihr an Ränken schmiedet.
Nach dem Tod eines Menschen zieht Allah auf dessen Konto den Saldo und bewertet die irdischen Taten des Verblichenen überaus pingelig.
Allah erschuf vier Engel mit Namen Israfil, Mikail, Jibril und Izrail. Jibril ist der Meister der Offenbarung und der Botschaft, Mikail ist der Meister des Regens und der Versorgung, Israfil ist der Meister des Trompetenblasens. Izrail ist der Meister der Wegnahme der Seelen und damit der Todesengel. Allah erschuf den Tod und gab dem Todesengel Macht über ihn. Der Todesengel besitzt ein Buch, in dem der zum Ableben anstehende Mensch vermerkt ist. Gehört er zu den Glücklichen, so wird sein geschriebener Name von einer Linie weißen Lichtes umrahmt, gehört er aber zu den Verdammten, so erscheint eine schwarze Linie.
Allah schuf eine wohlverwahrte Formentafel aus weißer Perlmutter. Auf ihr wird ein jedes Wesen bis zum Jüngsten Tag aufgezeichnet. Ein Geschöpf, das erschaffen wurde um geboren zu werden, besucht der Engel des Mutterschoßes. Dieser zeichnet auf, ob der der werdende Mensch viel oder wenig Nahrung erhält, ob er Glück hat, ob sein Leben lang oder kurz sein wird und ob er verflucht ist. Dem Tropfen, der sich im Mutterschoß befindet, wird befohlen den Ort festzuschreiben, in dessen Staub das entstehende Geschöpf einst sterben wird. Es stellt sich die Frage nach dem Schicksal der verstorbenen Kinder von ungläubigen Eltern. Auch diesen unschuldigen Geschöpfen wird die Gnade Allahs zuteil:
Abu Huraira berichtete, dass der Prophet sagte: Jedes Kind wird mit der Fitra geboren, und seine Eltern machen dann aus ihm entweder einen Juden, einen
Christen oder einen Sabäer. Genauso wie das Tier, das ein Tier zur Welt bringt: Siehst du darin Unstimmigkeiten? (BU).
Ibn Abbas berichtete: Der Gesandte Allahs wurde über (das Schicksal) der Kinder der ungläubigen Eltern gefragt (die im Kindesalter sterben) und er sagte: Als Allah sie erschuf, wusste er von dem, was sie würden begangen haben. (BU).
Der Prophet sagte, wer seine Tür oder seine Kleider im Unglück schwärzt oder seine Tür verhängt, wird bestraft. Ein jeder der himmlischen und irdischen Engel wird ihn verfluchen und ihm eintausend Fehler ankreiden. Allah führt eine weitere Formentafel, auf der er jene Ehrenhaften vermerkt, die sich seinen Weisungen fügen, seine Prüfungen geduldig auf sich nehmen und voller Dankbarkeit sind für seine Gaben, auch wenn diese grottenschlecht sind.
Liegt ein Mensch im Todeskampf, erscheinen ihm gleich vier Engel und verkünden seinen alsbaldigen Tod. Dann werden die edlen Schreiber eintreten zu seiner linken und zu seiner rechten Seite. Der Schreiber auf der Rechten ist mit den rechten Taten des Sterbenden betraut, das Papier ist weiß. Der Schreiber auf der Linken dagegen ist mit den schlechten Taten betraut, sein Papier ist schwarz. Dann erscheint der Todesengel. Ihm folgt der Engel der Barmherzigkeit, diesem wiederum die Strafengel. Je nachdem ob der Engel der Barmherzigkeit oder der Strafengel ruft, wird die Seele aus dem Körper sanft entnommen oder brutal herausgerissen.
Nach der Beerdigung des Menschen steigen zwei schwarze Engel in sein Grab, Munkar und Nakir, Allahs Schergen in besonderer Mission. Sie setzen sich zu dem Begrabenen und verhören ihn: Wer ist dein Herr? Wer ist dein Prophet? Was ist dein Glaube? Ist er einer der Glücklichen, dann antwortet der Verstorbene: Mein Herr ist Allah, mein Prophet ist Muhammad, der Friede sei mit ihm, mein Glaube ist der Islam. Erfolgt auf die Frage der schwarzen Engel eine falsche Antwort des Verstorbenen, dann ertönt ein Schrei im Grab: Schlagt ihn. Also wird der Ungläubige mit einem Eisenstab geschlagen und sein Grab füllt sich mit Feuer und vermischt sich mit seinen Knochen. Hoffnung gibt es für die an einem Freitag Verstorbenen, denn diese wird Allah vor der Strafe im Grab beschützen, wobei diese Klausel sicher nicht für die Ungläubigen gilt. Vor Munkar und Nakir erscheint der Engel Ruman im Grab und spricht zu dem Toten: Schreibe nieder, was du an guten und schlechten Taten getan hast. Als Papier dient ein Stück des Leichentuches. Kommt der Verstorbene zum Aufschreiben seiner schlechten Taten, dann hebt der Engel einen Knüttel und schlägt den Toten. Die Schrift wird aufgerollt und dem Verstorbenen um den Hals gehängt. Wenn der Ungehorsame am Jüngsten Tag sein Buch erblickt, dann befiehlt ihm Allah, es zu verlesen. Sollte ihm Allah nicht verzeihen, führt sein Weg direkt in die Hölle.
Man stellt mit Verwunderung fest, dass die Fragen der Grabengel im Präsens gestellt werden. Logisch wäre die Frage: Was war dein Glaube? Spätestens beim Erscheinen der beiden dunklen Gestalten sollte es dem verblichenen Ungläubigen dämmern, dass der Islam doch der rechte Glaube ist. Daher kann der Verstorbene wahrheitsgetreu und aus vollem Herzen die Schahada aussprechen: La ilaha illa Allah, Muhammadur rasuulu Allah. Dieser Ausspruch bedeutet: Es ist kein wahrer Gott außer Allah und Muhammad ist der Gesandte Allahs. Sofort wird der Verblichene sündenfreier Moslem und die beiden Grabengel sind unfreiwillig die notwendigen Zeugen. Da Allah allmächtig und allwissend ist, muss er sich bei dieser Lücke im System etwas gedacht haben. Die Rechtsgelehrten sehen das natürlich nicht so, weil der Befragte schließlich tot ist. Doch kann ein im Grab islamisch unverhörter Verblichener islamisch tot sein, wenn die Frage seines Islams aus islamischer Sicht offen ist?
Jeder Mensch hat im Leben zwei Engel um sich. Der zu seiner Rechten schreibt die rechten Taten nieder, der zu seiner Linken die schlechten Taten. Wenn der Mensch stirbt, werden ihm die Schriftrollen in das Grab gelegt. Nach der Auferstehung am Jüngsten Tag wird es heißen: So ließ dein Buch! Jene, die Allah fürchten, erhalten das Buch in die rechte Hand, die Verdorbenen in die linke und die Ungläubigen werden ihr Buch hinter ihrem Rücken halten. Wer sein Buch in der rechten Hand halten wird, der erhält gewiss ein mildes Urteil. Die ihr Buch in die linke Hand erhalten haben, werden laut klagen. Weiter heißt es:
K 84,10 Wem dagegen seine Schrift (mit dem Verzeichnis seiner Taten) von hinten her (hinter seinem Rücken) gegeben wird, der wird ach und weh schreien und in einem Höllenbrand schmoren. Gute Taten nützen den Ungläubigen nämlich gar nichts, denn gute Taten in Verbindung mit Ungläubigkeit bringen vor Allah keinen Verdienst. Wenn ein Ungläubiger bei seinem Namen zu Gericht gerufen wird, dann wird ihm einer der Strafengel die Brust spalten. Auf seinem Gesicht schleift man ihn später in die Hölle.
Auch die Seelen der Propheten nahm der Todesengel fort. Die Seelen der Märtyrer aber, also jener, welche auf dem Pfade Allahs getötet wurden, zog Allah selbst ein. Während die Propheten nach dem Ableben gewaschen und in Leichentücher gehüllt wurden, entfiel dies bei den Märtyrern. Stirbt einer der Gläubigen, so darf er vor dem Jüngsten Tag den siebenten Himmel schauen. Die Gnadenengel führen ihn dort hin. Somit kann sich der Gläubige einschreiben, sozusagen buchen, und wird danach zurück in sein Grab geleitet.
2. Jüngster Tag und Gericht
Am Jüngsten Tag zieht der Islam sämtliche Register seines Könnens. Trotzdem sind die prophezeiten Ereignisse nicht ohne Unterhaltungswert. Die Macht Allahs ist unbegrenzt, denn die Zeichen, die dem Jüngsten Tag vorausgehen, werden als Wunder erscheinen. Die Moslems unterscheiden kleine und große Zeichen; die großen Zeichen sind:
• Der Prophet Muhammad,
• das Erscheinen von Al-Mahdi,
• die Versuchung durch Ad-Dadjal,
• die Wiederkehr Jesu,
• das Erscheinen von Gog und Magog,
• der Sonnenaufgang im Westen,
• das sprechende Tier,
• der Rauch und ein Feuer aus dem Jemen.
Die kleinen Zeichen sind Gegenstand vieler Ahadith, so zum Beispiel:
• Viele Opfer durch Kriege, Gewaltverbrechen und Selbsttötungen,
• vermehrtes Auftreten von Erdrutschen und Sonnenfinsternissen,
• Benachteiligung der Wissenden und Bevorzugung der Unwissenden,
• Unwissenheit in der Religion,
• unerlaubter Geschlechtsverkehr,
• Auftreten großer Versuchungen,
• die Anzahl der Frauen wird stark steigen,
• Zunahme des Handels mit Frauenbeteiligung,
• die Frau verlässt ihren Platz und strebt eine Karriere an,
• Frauen bedecken sich, sehen aber trotzdem nackt aus,
• Menschen ziehen anstatt eines Kindes einen Hund auf,
• der Glaube wirkt wie glühende Kohle in der Hand,
• die Praktizierung des Glaubens wird erschwert,
• verstärktes Auftreten von Krankheiten,
• Moslems sind untereinander unbarmherzig, hart und respektlos,
• Frauen tanzen in Mekka um einen Götzen,
• verbotene Handlungen verbreiten sich.
Das erste große erfüllte Zeichen stellt die Erscheinung des Propheten Muhammad dar. Al-Mahdi wird von ihn verkündenden Engeln begleitet. Ahadith prophezeien vor seiner Ankunft einen Krieg zwischen Moslems und Römern. Von den Moslems wird 1/3 als Märtyrer sterben, 1/3 wird als Heuchler fliehen, das letzte Drittel wird unter Al-Mahdi siegen sowie Istanbul und Rom erobern. Danach wird auf der Erde Gerechtigkeit herrschen. Kämpfer mit schwarzen Flaggen aus Churasan treten auf.
Am Ende der Herrschaft von Al-Mahdi werden Ad-Dadjal und Jesus erscheinen. Dies kündigt sich durch besondere Ereignisse an. Im ersten Jahr wird ein Drittel des Niederschlags ausfallen, im zweiten Jahr zwei Drittel und im dritten Jahr herrscht nur Dürre. Entsprechend schlecht fällt die Ernte aus. Die Menschen sterben, doch es wird Moslems geben, die wie die Engel nur vom Gedenken an Allah leben. In dieser Zeit kommt aus dem Osten Ad-Dadjal. Er hat eine enorme Körpergröße, sein linkes Auge ist blind, sein rechtes Auge halb blind. Er wird behaupten, dass er ein Prophet sei und später sogar, er sei Allah persönlich. Er verspricht alles wieder grünen zu lassen und Regen zu schicken, sofern man an ihn glaubt. Er wird zwei Flüsse hervorbringen, einen aus Wasser und einen aus Feuer. Jesus wird östlich von Damaskus in einer Moschee an einem weißen Minarett erscheinen, hinter Al-Mahdi beten und danach ausziehen, um Ad-Dadjal zu töten.
Danach ziehen Gog und Magog gegen die Moslems. Gog und Magog sind wegen ihrer Vielzahl unbesiegbar. Darum geht Jesus mit den Gläubigen zu einem Berg, um dort ein Bittgebet zu verrichten, worauf Gog und Magog sterben. Gog ist ein symbolischer Name für den mächtigen Anführer der Horden aus Skythien und Tartarsan. Magog ist der Sohn Japhets, dessen Nachfahren sich über die Steppen im Norden ausbreiteten. Gog ist der Fürst von Rosch, Mesech und Tubal, was als Hinweis auf Russland, Moskau und Tobolsk gedeutet wird. In der biblischen Offenbarung lesen wir auch von Gog und Magog, die das Heerlager der Heiligen und die geliebte Stadt Jerusalem angreifen. Hier findet die Schlacht am Ende des 1000-jährigen Reiches statt, gefolgt von der endgültigen Vernichtung der Feinde Gottes, die Satan anführt.
Wer am Jüngsten Tag nicht Moslem werden will, wird umgebracht. Durch die Kämpfe zwischen Moslems sowie Juden und Christen auf der Seite Ad-Dadjals herrscht Kriegszustand. Alle, die in die Hände der Moslems fallen, müssen sich entscheiden, ob sie für oder gegen Jesus sind. Der Islam ist das Einzige, was sie retten kann. Nachdem Ad-Dadjal getötet wurde ist klar geworden, dass Jesus Wirklichkeit ist. Wer nicht an ihn glaubt, wird bestraft. Danach wird es nur noch Moslems geben. Der Prophet sagte: Ich schwöre bei Allah, der Sohn Mariams wird herabkommen als gerechter Richter; er zerschlägt das Kreuz, tötet das Schwein (das arme Tier) und hebt die Kopfsteuer Jizya (von den Dhimmis zu zahlen) auf. Das junge Kamel läuft weg und keiner läuft ihm nach. Es vergehen Streitigkeiten, Hass und Neid. Es wird Geld angeboten, aber niemand will es nehmen.
Die ganze Erde wird mit Leichen bedeckt sein und Allah sorgt dafür, dass diese verschwinden. Nachdem Al-Mahdi gestorben ist, wird Jesus Herrscher der Moslems. Er wird alle Juden und Christen auffordern, den Islam anzunehmen. Der Prophet sagte, dass die Stunde nicht kommen wird, bis die Moslems die Juden bekämpfen und umbringen, bis der Jude sich hinter dem Stein und Baum versteckt und der Stein und der Baum sagen wird: Oh, du Moslem, oh, du Diener Allahs, dies ist ein Jude, der sich hinter mir versteckt, komm und bring ihn um!
Ein Granatapfel wird heranwachsen, so groß, dass eine Gruppe Menschen davon essen kann und unter seiner Schale Schutz findet. Eine Kuh wird so viel Milch geben, dass es für eine Gruppe Menschen reicht, ein Kamel so viel, dass ein ganzer Stamm und ein Schaf so viel, dass eine ganze Familie davon trinken kann. Jesus wird die Hadj absolvieren und das Grab Muhammads besuchen. Dann wird er sterben und neben Muhammad bestattet:
Koran 27,82 Und wenn das Verdikt über sie (d. h. die Ungläubigen) ergeht (w. hereinbricht), lassen wir ihnen ein Tier aus der Erde hervorkommen, das zu ihnen spricht (und sagt), dass die Menschen (in ihrem Erdenleben) von unseren Zeichen nicht überzeugt waren. (Das sprechende Tier wird sagen wer gläubig und wer ungläubig ist).
Koran 44,10 Pass nun auf (wie es sein wird), wenn der Tag eintrifft, an dem vom Himmel deutlich zu sehender Rauch (herab) kommt (w. an dem der Himmel deutlichen Rauch bringt).
Rauch wird die Atmosphäre ausfüllen. Er schadet den Moslems nicht so sehr wie den Ungläubigen. Bevor der letzte Tag heranbricht, wird ein Wind aus dem Jemen kommen, der alle Moslems sterben und nur die Ungläubigen übrig lässt. Das Feuer aus Adan zwingt die Menschen zu ihrem vorherbestimmten Platz zu fliehen, an den Ort, an welchem sie am Jüngsten Tag aufwachen. Nun kommt die Stunde unvermutet an einem Freitag, während die Menschen ihre Arbeit verrichten. Der Mann melkt sein Kamel, doch das Gefäß erreicht seinen Mund nicht mehr, als die Stunde kommt. Zwei Männer handeln um Textilien, sie haben den Handel noch nicht abgeschlossen, als die Stunde kommt.
3. Satan, Höllenfeuer und köchelnde Ungläubige
Am Jüngsten Tag wird Israfil dreimal die Trompete stoßen. Zuerst ertönt der Schall des Schreckens, dann der Auslöschungsschall und zuletzt der Auferstehungsschall. Der Todesengel nimmt alsbald die Seelen der Erdenbewohner hinweg. Niemand wird auf der Erde verbleiben außer Iblis und im Himmel befinden sich nur noch Jibril, Mikail, Israfil und Izrail sowie die acht Träger des Thrones von Allah. Am Tag der Auferstehung wird die Waage aufgestellt. Man führt die Menschen vor und ein jeder trägt neunundvierzig Schriftstücke bei sich auf denen die Sünden aufgezeichnet sind. Die Schriftstücke werden in eine der Waagschalen gelegt. Dann legen die Menschen ein Blättchen, so groß wie der Kopf einer Ameise, mit der Aufschrift: Es gibt keinen Gott außer Gott, und Muhammad ist sein Gesandter in die andere Waagschale. Damit gewinnt sie ein Übergewicht über die Sünden. Denjenigen jedoch, deren Sünden zu schwer auf der Waagschale wiegen, fallen direkt der Hölle anheim:
Koran 23,102 Denen, die dann schwere Waagschalen haben, wird es wohl ergehen. 103 Diejenigen aber, die leichte Waagschalen haben, sind dann ihrer selbst verlustig gegangen. Sie werden (ewig) in der Hölle weilen. 104 Das Feuer verbrennt ihnen das Gesicht, wobei sie (in ihrer Qual) die Zähne fletschen.
Es erstreckt sich eine Brücke (Sirat) über den Abgrund der Hölle, glitschig, tückisch, dünner als ein Haar, schärfer als ein Schwert und dunkler als die Nacht. Wird der Mensch gerettet, so überschreitet er die Brücke unbeschadet, wenn nicht, dann fällt er in die Hölle:
Koran 19,70 Wir wissen dann sehr wohl Bescheid über die, die am ehesten verdienen, in ihr (d. h. in der Hölle) zu schmoren. 71 Und es gibt keinen von euch, der nicht zu ihr hinunterkommen würde. Das ist für deinen Herrn entschieden und beschlossen. 72 Hierauf erretten wir diejenigen, die (in ihrem Erdenleben) gottesfürchtig waren, während wir die Frevler auf den Knien liegend in ihr (zurück) lassen.
Dann wird die Gemeinde Muhammads die Brücke betreten und er wird fragen: Ginget ihr auf meiner Straße? Sagen die Befragten ja, dann passieren sie die Brücke unbeschadet, andernfalls empfängt sie die Hölle. Diese Moslems werden der Fürsprache Muhammads bedürfen. Der Hölle Brennstoff sind die Menschen und die Felsen. Ihre Tränke sind heißer Eiter und kochendes Wasser. Die Gewänder des Feuers sind aus Pech. Man steckt den Ungläubigen eine Kette in den Mund, die an ihren Rücken wieder herauskommt. Die Engel werden sie mit eisernen Knütteln schlagen:
Koran 32,20 Diejenigen aber, die freveln, wird das Höllenfeuer aufnehmen. Sooft sie aus ihm herauskommen wollen, werden sie wieder hineingebracht. Und zu ihnen wird gesagt: Ihr bekommt (jetzt) die Strafe des Höllenfeuers zu spüren, die ihr (zeitlebens) für Lüge erklärt habt.
Koran 22, 19 (...) Für diejenigen nun, die ungläubig sind, sind Kleider aus (Höllen)feuer zugeschnitten. (Sie müssen sie sich anlegen) während ihnen heißes Wasser über den Kopf gegossen wird, 20 wodurch zum Schmelzen gebracht wird, was sie im Bauch haben, und (ebenso außen am Körper) die Haut. 21 Und Stöcke aus Eisen sind für sie da (mit denen man sie ins Höllenfeuer treibt). 22 So oft sie in ihrer Bedrängnis (w. aus Kummer) aus ihm herauskommen wollen, werden sie (mit Schlägen) wieder hineingebracht. Und (zu ihnen wird gesagt:) Ihr bekommt (jetzt) die Strafe des Höllenbrandes zu spüren.
Die Elenden des Feuers werden Regen erbitten, aber es wird glühende Steine und giftige Schlangen regnen. Das Feuer wird ihr Fleisch und ihre Knochen verzehren, die Herzen zertrennen und sie werden Kleider aus Pech tragen. Ein jeder der tot ist, sehnt sich nach dem Leben, aber die Elenden der Hölle sehnen sich nach dem Tod.
Koran 78,23 Sie werden (unabsehbare) Zeiträume in ihr verweilen, 24 ohne dass sie darin Kühle zu spüren oder etwas zu trinken bekommen, 25 außer heißem Wasser und Eiter(?), 26 zum Lohn, der (dem, was sie getan haben) angemessen ist.
Dank der Fürbitte Muhammads werden die Moslems aus der Hölle befreit. Wenn die Ungläubigen dies sehen, so rufen sie: Wären wir doch Moslems gewesen.
Koran 15,2 sagt: Es mag wohl sein, dass diejenigen, die ungläubig sind, es (dereinst?) gern hätten, wenn sie (in ihrem Erdenleben) Muslime gewesen wären.
Allah wird sprechen: Todesengel, heute kleide ich dich in das Gewand meines Zornes. Also komme über Iblis und lass ihn den Tod des ersten und des letzten Menschen und der Dschinn kosten. Wie viele Menschen hast du in die Irre geführt. Dann wird Iblis von den Strafengeln der Hölle mit Haken geschlagen und durchbohrt. Er wird so lange in Todesqualen liegen, wie Allah es will. Dem Engel des Todes wird von Allah befohlen den Ozean, die Berge und die Erde zu vernichten, Sonne und Mond zu verfinstern und die Sterne zu zerstreuen. Dann wird Allah fragen: Engel des Todes, wer von meiner Schöpfung verbleibt? Der Engel wird antworten: Allah, du bist der Lebende, der niemals stirbt. Es verbleiben Jibril, Mikail, Israfil, die Träger deines Thrones und ich, dein schwarzer Knecht. Allah wird dem Todesengel befehlen die verbliebenen Seelen fortzunehmen; zuletzt spricht Allah zum Todesengel: Stirb!
4. Paradies und Huris
In das Paradies erhalten wir durch den Koran einen guten Einblick:
Koran 55,56 Darin (d. h. in den Gärten) befinden sich (auch), die Augen (sittsam) niedergeschlagen, weibliche Wesen, die vor ihnen (d. h. vor den (männlichen) Insassen des Paradieses, denen sie nunmehr als Gattinnen zugewiesen werden) weder Mensch noch Jinn entjungfert hat. 57 Welche von den Wohltaten eures Herrn wollt ihr denn leugnen? 58 Sie sind (so strahlend schön), wie wenn sie (aus) Hyazinth und Korallen wären.
Die reinen Paradiesjungfrauen, Huris, erschuf Allah aus Licht. Wann immer ihr Gatte sich ihnen nähert, findet er sie jungfräulich vor. Der Überlieferung nach sagte Muhammad, Allah erschuf die Huris in vier Farben, nämlich weiß, grün, gelb und rot. Auf der Brust einer jeden Paradiesjungfrau steht der Name ihres Gatten und einer der Namen Allahs geschrieben. Oben auf ihrer Brust findet sich der Vermerk: Wer mir gleich zu werden wünscht, der übe Werke des Gehorsams gegenüber seinen Herren. Ferner heißt es, kein Moslem fastet im Ramadan, ohne dass ihm Gott im Paradies eine dunkelhäutige Jungfrau in einem Zelt aus einer weißen ausgehöhlten Perle zur Gattin gibt.
Koran 55,71 Welche von den Wohltaten eures Herrn wollt ihr denn leugnen? 72 Huris, in den Zelten abgesperrt (sodass sie den Blicken von Fremden entzogen sind). 73 Welche von den Wohltaten eures Herrn wollt ihr denn leugnen? 74 (Weibliche Wesen) die vor ihnen (d. h. vor den (männlichen) Insassen des Paradieses, denen sie nunmehr als Gattinnen zugewiesen werden) weder Mensch noch Jinn entjungfert hat.
Muhammad sprach, im Paradies gibt es weder Sonne noch Nacht oder Schlaf, denn der Schlaf ist der Bruder des Todes. Im Paradies fließen Ströme aus Wein und aus Honig. Dort haben die Bewohner ein glattes Gesicht und Milchbärte sowie dunkel geschminkte Augenlider. Die Männer haben dunkle, myrtengrüne Schnurrbärte, die Frauen aber nicht, damit sie sich von den Männern deutlich unterscheiden. Jeder Mann gewinnt die Kraft von einhundert Männern in der Welt, nicht nur beim Essen und Trinken sondern auch bei der sexuellen Befriedigung. Gibt er sich der körperlichen Liebe hin, beträgt diese Zeit achtzig Jahre ohne Ermüdung. Auch findet er jeden Tag einhundert verschiedene Arten von Speisen vor.
Koran 43,71 Man macht unter ihnen mit Schüsseln aus Gold und mit Humpen die Runde, und es gibt darin, was das Herz begehrt, und woran sich das Auge erfreut. - Und ihr werdet (ewig) darin weilen.
Was immer sich der Paradiesbewohner wünscht, Allah spricht: Sei! Und es ist, ohne Anstrengung oder Ermüdung. Dies währt bis zur nachunendlichen Zeit der nachunendlichen Zeit, so steht es geschrieben.
Man könnte innehalten und sich fragen: Wo bleibt der Islam? Bei einem 80-jährigen Akt müsste doch ab und zu der Ramadan ausfallen. Wie sieht es mit dem fünfmaligen Gebet aus? Ruft der Muezzin? Wird Allahs Wort nicht mehr rezitiert? Fragen über Fragen, aber leider keine Antworten.
Die Ungläubigen, die Angehörigen der übrigen Religionen und die Atheisten, haben von Allah nichts zu erwarten. Für diesen Personenkreis dauern die höllischen Qualen ewig an. Als besondere Finesse lässt Allah die geschundenen Körper der Verdammten immer wieder gesunden, damit die Qualen fortgesetzt werden können:
Koran 4,55 (...) Die Hölle wird (dereinst die Ungläubigen) schlimm genug brennen. 56 Diejenigen, die nicht an unsere Zeichen glauben, werden wir (dereinst) im Feuer schmoren lassen. Sooft (dann) ihre Haut gar ist, tauschen wir ihnen eine andere (dagegen) ein, damit sie die Strafe (richtig) zu spüren bekommen.
Nun ist Allah nicht gleichzusetzen mit dem biblischen Gott, denn jener ist der Gott der Liebe. Gleichwohl behaupten die Moslems Allah sei allwissend und allmächtig. Dann muss sich Allah die Frage gefallen lassen, warum Menschen, die als zeitliche Wesen in ihrer Zeitspanne nur zeitlichen Schaden stiften können, von ihm ewig bestraft werden; dies ist im höchsten Maße unlogisch und straft Allahs Göttlichkeit Lügen. Daher stellt sich eine einfache Frage: Was wäre der Islam ohne seine Hölle?
5. Letztes Opfer
Muhammad wäre nicht Muhammad, gäbe es nicht zum Abschluss ein kleines Sahnehäubchen:
Der Prophet habe gesagt, so wird überliefert, am Jüngsten Tag wird man den Tod herbeibringen wie einen Schafbock. Die Menschen des Paradieses werden gefragt, ob sie ihn erkennen. Sie werden ihn ansehen und erkennen. Ebenso werden die Menschen der Hölle gefragt. Auch sie werden ihn ansehen und erkennen. Dann wird der Tod vor den Augen der Menschen des Paradieses und vor den Augen der Menschen der Hölle geopfert. Es wird heißen, ihr Menschen des Paradieses, lebt ohne Tod und ihr Menschen der Hölle, lebt ohne Tod. So wird den von Allah verdammten Ungläubigen die letzte Hoffnung genommen, die Hoffnung auf den Tod, der ihre bestialischen und ewig währenden Höllenqualen beenden könnte.
Allah hat am Jüngsten Tag seine Schöpfung vollständig vernichtet und die Menschen in Hölle und Paradies verwiesen. Einen ließ er am Leben, Iblis den Teufel.
1. Allahs Agenten
2. Jüngster Tag und Gericht
3. Satan, Höllenfeuer und köchelnde Ungläubige
4. Paradies und Huris
5. Letztes Opfer
Weitere Neuigkeiten aus dem Jenseits sind erhältlich bei Imam Abd ar-Rahim ibn Ahmad al-Qadi: Das Totenbuch des Islam, Frankfurt, 2006.
Wer in der Romantik das Wort Orient vernahm, dessen Augen begannen zu leuchten. Auch die Maler waren entzückt und widmeten sich dieses Themas voll Hingabe. Bei den Herren der Schöpfung war das Thema Harem überaus beliebt. All das kann nicht über den Mangel hinwegtäuschen, dass es dem Durchschnitts-Ungläubigen an Grundkenntnissen darüber mangelt, was ihn dank Allah erwarten könnte oder gar entgeht. Ökologische Aspekte waren in der folgenden Betrachtung zu vernachlässigen, da das Energieproblem in Allahs Hölle gelöst ist und sich das islamische Paradies als überaus nachhaltig präsentiert.
1. Allahs Agenten
Bekanntlich verharrt der gläubige Moslem in stetiger, freudiger Erwartung des Paradieses und der dort gebotenen, nicht nur lukullischen Annehmlichkeiten. Der Islam kennt diesen Ort der Wonne und des Überflusses recht genau und hat ihn in bunten Farben geschildert, denn der Moslem wird dort eine Ewigkeit verbringen und die will ohne Langeweile erst einmal organisiert sein.
Wehe aber den Ungläubigen und den Heuchlern! Ihnen wird Allah manche böse Überraschung bereiten, denn sein Höllenfeuer wird mit Steinen und Menschen gespeist und hat immer Hunger. Die höllischen Qualen der Verdammten beschreibt der Islam mit feindseliger Gründlichkeit und Freude am Detail. Aber die Ungläubigen können hoffen! Mit einem kleinen Trick haben sie vielleicht die Chance, Allahs Inferno zu umgehen.
Als großer Freund der Konten führt Allah eine Vielzahl von Büchern, die im Folgenden eine gewisse Rolle spielen. Unklar ist allerdings was er damit bezweckt. Schließlich ist Allah allwissend und allmächtig, wozu dann der Aufwand? Fundierte Vorschriften zur Buchführung finden sich im Koran nicht, aber vielleicht wird er nur unvollständig ausgelegt. Allahs Hauptbücher müssen einen tiefen, nicht erkennbaren Sinn haben, will man nicht annehmen, dass Allah in die Jahre gekommen ist und ihn seine Zipperlein plagen:
Koran 36,12 Wir (allein) machen die Toten (wieder) lebendig. Und wir schreiben auf, was sie früher getan, und die Spuren, die sie (mit ihrem Lebenswandel) hinterlassen haben. Alles haben wir in einem deutlichen Hauptbuch (?) aufgezählt.
Koran 83,7 Nein! Die Schrift der Sünder (mit dem Verzeichnis ihrer Taten) befindet sich in Siddschin. 8 Aber wie kannst du wissen, was Siddschin ist? 9 Es ist ein (voll?) beschriebenes(?) Buch.
Koran 83,18 Nein! Die Schrift der Frommen (mit dem Verzeichnis ihrer Taten) befindet sich in Illijun. 19 Aber wie kannst du wissen, was Illijun ist? 20 Es ist ein (voll?) beschriebenes(?) Buch, 21 das diejenigen, die (Gott) nahestehen, bezeugen(?) (oder: (mit eigenen Augen) sehen?).
Koran 10,21 Sag: Gott ist schneller im Ränkeschmieden. Unsere Gesandten (d.h. die Hüterengel) schreiben (alles auf), was ihr an Ränken schmiedet.
Nach dem Tod eines Menschen zieht Allah auf dessen Konto den Saldo und bewertet die irdischen Taten des Verblichenen überaus pingelig.
Allah erschuf vier Engel mit Namen Israfil, Mikail, Jibril und Izrail. Jibril ist der Meister der Offenbarung und der Botschaft, Mikail ist der Meister des Regens und der Versorgung, Israfil ist der Meister des Trompetenblasens. Izrail ist der Meister der Wegnahme der Seelen und damit der Todesengel. Allah erschuf den Tod und gab dem Todesengel Macht über ihn. Der Todesengel besitzt ein Buch, in dem der zum Ableben anstehende Mensch vermerkt ist. Gehört er zu den Glücklichen, so wird sein geschriebener Name von einer Linie weißen Lichtes umrahmt, gehört er aber zu den Verdammten, so erscheint eine schwarze Linie.
Allah schuf eine wohlverwahrte Formentafel aus weißer Perlmutter. Auf ihr wird ein jedes Wesen bis zum Jüngsten Tag aufgezeichnet. Ein Geschöpf, das erschaffen wurde um geboren zu werden, besucht der Engel des Mutterschoßes. Dieser zeichnet auf, ob der der werdende Mensch viel oder wenig Nahrung erhält, ob er Glück hat, ob sein Leben lang oder kurz sein wird und ob er verflucht ist. Dem Tropfen, der sich im Mutterschoß befindet, wird befohlen den Ort festzuschreiben, in dessen Staub das entstehende Geschöpf einst sterben wird. Es stellt sich die Frage nach dem Schicksal der verstorbenen Kinder von ungläubigen Eltern. Auch diesen unschuldigen Geschöpfen wird die Gnade Allahs zuteil:
Abu Huraira berichtete, dass der Prophet sagte: Jedes Kind wird mit der Fitra geboren, und seine Eltern machen dann aus ihm entweder einen Juden, einen
Christen oder einen Sabäer. Genauso wie das Tier, das ein Tier zur Welt bringt: Siehst du darin Unstimmigkeiten? (BU).
Ibn Abbas berichtete: Der Gesandte Allahs wurde über (das Schicksal) der Kinder der ungläubigen Eltern gefragt (die im Kindesalter sterben) und er sagte: Als Allah sie erschuf, wusste er von dem, was sie würden begangen haben. (BU).
Der Prophet sagte, wer seine Tür oder seine Kleider im Unglück schwärzt oder seine Tür verhängt, wird bestraft. Ein jeder der himmlischen und irdischen Engel wird ihn verfluchen und ihm eintausend Fehler ankreiden. Allah führt eine weitere Formentafel, auf der er jene Ehrenhaften vermerkt, die sich seinen Weisungen fügen, seine Prüfungen geduldig auf sich nehmen und voller Dankbarkeit sind für seine Gaben, auch wenn diese grottenschlecht sind.
Liegt ein Mensch im Todeskampf, erscheinen ihm gleich vier Engel und verkünden seinen alsbaldigen Tod. Dann werden die edlen Schreiber eintreten zu seiner linken und zu seiner rechten Seite. Der Schreiber auf der Rechten ist mit den rechten Taten des Sterbenden betraut, das Papier ist weiß. Der Schreiber auf der Linken dagegen ist mit den schlechten Taten betraut, sein Papier ist schwarz. Dann erscheint der Todesengel. Ihm folgt der Engel der Barmherzigkeit, diesem wiederum die Strafengel. Je nachdem ob der Engel der Barmherzigkeit oder der Strafengel ruft, wird die Seele aus dem Körper sanft entnommen oder brutal herausgerissen.
Nach der Beerdigung des Menschen steigen zwei schwarze Engel in sein Grab, Munkar und Nakir, Allahs Schergen in besonderer Mission. Sie setzen sich zu dem Begrabenen und verhören ihn: Wer ist dein Herr? Wer ist dein Prophet? Was ist dein Glaube? Ist er einer der Glücklichen, dann antwortet der Verstorbene: Mein Herr ist Allah, mein Prophet ist Muhammad, der Friede sei mit ihm, mein Glaube ist der Islam. Erfolgt auf die Frage der schwarzen Engel eine falsche Antwort des Verstorbenen, dann ertönt ein Schrei im Grab: Schlagt ihn. Also wird der Ungläubige mit einem Eisenstab geschlagen und sein Grab füllt sich mit Feuer und vermischt sich mit seinen Knochen. Hoffnung gibt es für die an einem Freitag Verstorbenen, denn diese wird Allah vor der Strafe im Grab beschützen, wobei diese Klausel sicher nicht für die Ungläubigen gilt. Vor Munkar und Nakir erscheint der Engel Ruman im Grab und spricht zu dem Toten: Schreibe nieder, was du an guten und schlechten Taten getan hast. Als Papier dient ein Stück des Leichentuches. Kommt der Verstorbene zum Aufschreiben seiner schlechten Taten, dann hebt der Engel einen Knüttel und schlägt den Toten. Die Schrift wird aufgerollt und dem Verstorbenen um den Hals gehängt. Wenn der Ungehorsame am Jüngsten Tag sein Buch erblickt, dann befiehlt ihm Allah, es zu verlesen. Sollte ihm Allah nicht verzeihen, führt sein Weg direkt in die Hölle.
Man stellt mit Verwunderung fest, dass die Fragen der Grabengel im Präsens gestellt werden. Logisch wäre die Frage: Was war dein Glaube? Spätestens beim Erscheinen der beiden dunklen Gestalten sollte es dem verblichenen Ungläubigen dämmern, dass der Islam doch der rechte Glaube ist. Daher kann der Verstorbene wahrheitsgetreu und aus vollem Herzen die Schahada aussprechen: La ilaha illa Allah, Muhammadur rasuulu Allah. Dieser Ausspruch bedeutet: Es ist kein wahrer Gott außer Allah und Muhammad ist der Gesandte Allahs. Sofort wird der Verblichene sündenfreier Moslem und die beiden Grabengel sind unfreiwillig die notwendigen Zeugen. Da Allah allmächtig und allwissend ist, muss er sich bei dieser Lücke im System etwas gedacht haben. Die Rechtsgelehrten sehen das natürlich nicht so, weil der Befragte schließlich tot ist. Doch kann ein im Grab islamisch unverhörter Verblichener islamisch tot sein, wenn die Frage seines Islams aus islamischer Sicht offen ist?
Jeder Mensch hat im Leben zwei Engel um sich. Der zu seiner Rechten schreibt die rechten Taten nieder, der zu seiner Linken die schlechten Taten. Wenn der Mensch stirbt, werden ihm die Schriftrollen in das Grab gelegt. Nach der Auferstehung am Jüngsten Tag wird es heißen: So ließ dein Buch! Jene, die Allah fürchten, erhalten das Buch in die rechte Hand, die Verdorbenen in die linke und die Ungläubigen werden ihr Buch hinter ihrem Rücken halten. Wer sein Buch in der rechten Hand halten wird, der erhält gewiss ein mildes Urteil. Die ihr Buch in die linke Hand erhalten haben, werden laut klagen. Weiter heißt es:
K 84,10 Wem dagegen seine Schrift (mit dem Verzeichnis seiner Taten) von hinten her (hinter seinem Rücken) gegeben wird, der wird ach und weh schreien und in einem Höllenbrand schmoren. Gute Taten nützen den Ungläubigen nämlich gar nichts, denn gute Taten in Verbindung mit Ungläubigkeit bringen vor Allah keinen Verdienst. Wenn ein Ungläubiger bei seinem Namen zu Gericht gerufen wird, dann wird ihm einer der Strafengel die Brust spalten. Auf seinem Gesicht schleift man ihn später in die Hölle.
Auch die Seelen der Propheten nahm der Todesengel fort. Die Seelen der Märtyrer aber, also jener, welche auf dem Pfade Allahs getötet wurden, zog Allah selbst ein. Während die Propheten nach dem Ableben gewaschen und in Leichentücher gehüllt wurden, entfiel dies bei den Märtyrern. Stirbt einer der Gläubigen, so darf er vor dem Jüngsten Tag den siebenten Himmel schauen. Die Gnadenengel führen ihn dort hin. Somit kann sich der Gläubige einschreiben, sozusagen buchen, und wird danach zurück in sein Grab geleitet.
2. Jüngster Tag und Gericht
Am Jüngsten Tag zieht der Islam sämtliche Register seines Könnens. Trotzdem sind die prophezeiten Ereignisse nicht ohne Unterhaltungswert. Die Macht Allahs ist unbegrenzt, denn die Zeichen, die dem Jüngsten Tag vorausgehen, werden als Wunder erscheinen. Die Moslems unterscheiden kleine und große Zeichen; die großen Zeichen sind:
• Der Prophet Muhammad,
• das Erscheinen von Al-Mahdi,
• die Versuchung durch Ad-Dadjal,
• die Wiederkehr Jesu,
• das Erscheinen von Gog und Magog,
• der Sonnenaufgang im Westen,
• das sprechende Tier,
• der Rauch und ein Feuer aus dem Jemen.
Die kleinen Zeichen sind Gegenstand vieler Ahadith, so zum Beispiel:
• Viele Opfer durch Kriege, Gewaltverbrechen und Selbsttötungen,
• vermehrtes Auftreten von Erdrutschen und Sonnenfinsternissen,
• Benachteiligung der Wissenden und Bevorzugung der Unwissenden,
• Unwissenheit in der Religion,
• unerlaubter Geschlechtsverkehr,
• Auftreten großer Versuchungen,
• die Anzahl der Frauen wird stark steigen,
• Zunahme des Handels mit Frauenbeteiligung,
• die Frau verlässt ihren Platz und strebt eine Karriere an,
• Frauen bedecken sich, sehen aber trotzdem nackt aus,
• Menschen ziehen anstatt eines Kindes einen Hund auf,
• der Glaube wirkt wie glühende Kohle in der Hand,
• die Praktizierung des Glaubens wird erschwert,
• verstärktes Auftreten von Krankheiten,
• Moslems sind untereinander unbarmherzig, hart und respektlos,
• Frauen tanzen in Mekka um einen Götzen,
• verbotene Handlungen verbreiten sich.
Das erste große erfüllte Zeichen stellt die Erscheinung des Propheten Muhammad dar. Al-Mahdi wird von ihn verkündenden Engeln begleitet. Ahadith prophezeien vor seiner Ankunft einen Krieg zwischen Moslems und Römern. Von den Moslems wird 1/3 als Märtyrer sterben, 1/3 wird als Heuchler fliehen, das letzte Drittel wird unter Al-Mahdi siegen sowie Istanbul und Rom erobern. Danach wird auf der Erde Gerechtigkeit herrschen. Kämpfer mit schwarzen Flaggen aus Churasan treten auf.
Am Ende der Herrschaft von Al-Mahdi werden Ad-Dadjal und Jesus erscheinen. Dies kündigt sich durch besondere Ereignisse an. Im ersten Jahr wird ein Drittel des Niederschlags ausfallen, im zweiten Jahr zwei Drittel und im dritten Jahr herrscht nur Dürre. Entsprechend schlecht fällt die Ernte aus. Die Menschen sterben, doch es wird Moslems geben, die wie die Engel nur vom Gedenken an Allah leben. In dieser Zeit kommt aus dem Osten Ad-Dadjal. Er hat eine enorme Körpergröße, sein linkes Auge ist blind, sein rechtes Auge halb blind. Er wird behaupten, dass er ein Prophet sei und später sogar, er sei Allah persönlich. Er verspricht alles wieder grünen zu lassen und Regen zu schicken, sofern man an ihn glaubt. Er wird zwei Flüsse hervorbringen, einen aus Wasser und einen aus Feuer. Jesus wird östlich von Damaskus in einer Moschee an einem weißen Minarett erscheinen, hinter Al-Mahdi beten und danach ausziehen, um Ad-Dadjal zu töten.
Danach ziehen Gog und Magog gegen die Moslems. Gog und Magog sind wegen ihrer Vielzahl unbesiegbar. Darum geht Jesus mit den Gläubigen zu einem Berg, um dort ein Bittgebet zu verrichten, worauf Gog und Magog sterben. Gog ist ein symbolischer Name für den mächtigen Anführer der Horden aus Skythien und Tartarsan. Magog ist der Sohn Japhets, dessen Nachfahren sich über die Steppen im Norden ausbreiteten. Gog ist der Fürst von Rosch, Mesech und Tubal, was als Hinweis auf Russland, Moskau und Tobolsk gedeutet wird. In der biblischen Offenbarung lesen wir auch von Gog und Magog, die das Heerlager der Heiligen und die geliebte Stadt Jerusalem angreifen. Hier findet die Schlacht am Ende des 1000-jährigen Reiches statt, gefolgt von der endgültigen Vernichtung der Feinde Gottes, die Satan anführt.
Wer am Jüngsten Tag nicht Moslem werden will, wird umgebracht. Durch die Kämpfe zwischen Moslems sowie Juden und Christen auf der Seite Ad-Dadjals herrscht Kriegszustand. Alle, die in die Hände der Moslems fallen, müssen sich entscheiden, ob sie für oder gegen Jesus sind. Der Islam ist das Einzige, was sie retten kann. Nachdem Ad-Dadjal getötet wurde ist klar geworden, dass Jesus Wirklichkeit ist. Wer nicht an ihn glaubt, wird bestraft. Danach wird es nur noch Moslems geben. Der Prophet sagte: Ich schwöre bei Allah, der Sohn Mariams wird herabkommen als gerechter Richter; er zerschlägt das Kreuz, tötet das Schwein (das arme Tier) und hebt die Kopfsteuer Jizya (von den Dhimmis zu zahlen) auf. Das junge Kamel läuft weg und keiner läuft ihm nach. Es vergehen Streitigkeiten, Hass und Neid. Es wird Geld angeboten, aber niemand will es nehmen.
Die ganze Erde wird mit Leichen bedeckt sein und Allah sorgt dafür, dass diese verschwinden. Nachdem Al-Mahdi gestorben ist, wird Jesus Herrscher der Moslems. Er wird alle Juden und Christen auffordern, den Islam anzunehmen. Der Prophet sagte, dass die Stunde nicht kommen wird, bis die Moslems die Juden bekämpfen und umbringen, bis der Jude sich hinter dem Stein und Baum versteckt und der Stein und der Baum sagen wird: Oh, du Moslem, oh, du Diener Allahs, dies ist ein Jude, der sich hinter mir versteckt, komm und bring ihn um!
Ein Granatapfel wird heranwachsen, so groß, dass eine Gruppe Menschen davon essen kann und unter seiner Schale Schutz findet. Eine Kuh wird so viel Milch geben, dass es für eine Gruppe Menschen reicht, ein Kamel so viel, dass ein ganzer Stamm und ein Schaf so viel, dass eine ganze Familie davon trinken kann. Jesus wird die Hadj absolvieren und das Grab Muhammads besuchen. Dann wird er sterben und neben Muhammad bestattet:
Koran 27,82 Und wenn das Verdikt über sie (d. h. die Ungläubigen) ergeht (w. hereinbricht), lassen wir ihnen ein Tier aus der Erde hervorkommen, das zu ihnen spricht (und sagt), dass die Menschen (in ihrem Erdenleben) von unseren Zeichen nicht überzeugt waren. (Das sprechende Tier wird sagen wer gläubig und wer ungläubig ist).
Koran 44,10 Pass nun auf (wie es sein wird), wenn der Tag eintrifft, an dem vom Himmel deutlich zu sehender Rauch (herab) kommt (w. an dem der Himmel deutlichen Rauch bringt).
Rauch wird die Atmosphäre ausfüllen. Er schadet den Moslems nicht so sehr wie den Ungläubigen. Bevor der letzte Tag heranbricht, wird ein Wind aus dem Jemen kommen, der alle Moslems sterben und nur die Ungläubigen übrig lässt. Das Feuer aus Adan zwingt die Menschen zu ihrem vorherbestimmten Platz zu fliehen, an den Ort, an welchem sie am Jüngsten Tag aufwachen. Nun kommt die Stunde unvermutet an einem Freitag, während die Menschen ihre Arbeit verrichten. Der Mann melkt sein Kamel, doch das Gefäß erreicht seinen Mund nicht mehr, als die Stunde kommt. Zwei Männer handeln um Textilien, sie haben den Handel noch nicht abgeschlossen, als die Stunde kommt.
3. Satan, Höllenfeuer und köchelnde Ungläubige
Am Jüngsten Tag wird Israfil dreimal die Trompete stoßen. Zuerst ertönt der Schall des Schreckens, dann der Auslöschungsschall und zuletzt der Auferstehungsschall. Der Todesengel nimmt alsbald die Seelen der Erdenbewohner hinweg. Niemand wird auf der Erde verbleiben außer Iblis und im Himmel befinden sich nur noch Jibril, Mikail, Israfil und Izrail sowie die acht Träger des Thrones von Allah. Am Tag der Auferstehung wird die Waage aufgestellt. Man führt die Menschen vor und ein jeder trägt neunundvierzig Schriftstücke bei sich auf denen die Sünden aufgezeichnet sind. Die Schriftstücke werden in eine der Waagschalen gelegt. Dann legen die Menschen ein Blättchen, so groß wie der Kopf einer Ameise, mit der Aufschrift: Es gibt keinen Gott außer Gott, und Muhammad ist sein Gesandter in die andere Waagschale. Damit gewinnt sie ein Übergewicht über die Sünden. Denjenigen jedoch, deren Sünden zu schwer auf der Waagschale wiegen, fallen direkt der Hölle anheim:
Koran 23,102 Denen, die dann schwere Waagschalen haben, wird es wohl ergehen. 103 Diejenigen aber, die leichte Waagschalen haben, sind dann ihrer selbst verlustig gegangen. Sie werden (ewig) in der Hölle weilen. 104 Das Feuer verbrennt ihnen das Gesicht, wobei sie (in ihrer Qual) die Zähne fletschen.
Es erstreckt sich eine Brücke (Sirat) über den Abgrund der Hölle, glitschig, tückisch, dünner als ein Haar, schärfer als ein Schwert und dunkler als die Nacht. Wird der Mensch gerettet, so überschreitet er die Brücke unbeschadet, wenn nicht, dann fällt er in die Hölle:
Koran 19,70 Wir wissen dann sehr wohl Bescheid über die, die am ehesten verdienen, in ihr (d. h. in der Hölle) zu schmoren. 71 Und es gibt keinen von euch, der nicht zu ihr hinunterkommen würde. Das ist für deinen Herrn entschieden und beschlossen. 72 Hierauf erretten wir diejenigen, die (in ihrem Erdenleben) gottesfürchtig waren, während wir die Frevler auf den Knien liegend in ihr (zurück) lassen.
Dann wird die Gemeinde Muhammads die Brücke betreten und er wird fragen: Ginget ihr auf meiner Straße? Sagen die Befragten ja, dann passieren sie die Brücke unbeschadet, andernfalls empfängt sie die Hölle. Diese Moslems werden der Fürsprache Muhammads bedürfen. Der Hölle Brennstoff sind die Menschen und die Felsen. Ihre Tränke sind heißer Eiter und kochendes Wasser. Die Gewänder des Feuers sind aus Pech. Man steckt den Ungläubigen eine Kette in den Mund, die an ihren Rücken wieder herauskommt. Die Engel werden sie mit eisernen Knütteln schlagen:
Koran 32,20 Diejenigen aber, die freveln, wird das Höllenfeuer aufnehmen. Sooft sie aus ihm herauskommen wollen, werden sie wieder hineingebracht. Und zu ihnen wird gesagt: Ihr bekommt (jetzt) die Strafe des Höllenfeuers zu spüren, die ihr (zeitlebens) für Lüge erklärt habt.
Koran 22, 19 (...) Für diejenigen nun, die ungläubig sind, sind Kleider aus (Höllen)feuer zugeschnitten. (Sie müssen sie sich anlegen) während ihnen heißes Wasser über den Kopf gegossen wird, 20 wodurch zum Schmelzen gebracht wird, was sie im Bauch haben, und (ebenso außen am Körper) die Haut. 21 Und Stöcke aus Eisen sind für sie da (mit denen man sie ins Höllenfeuer treibt). 22 So oft sie in ihrer Bedrängnis (w. aus Kummer) aus ihm herauskommen wollen, werden sie (mit Schlägen) wieder hineingebracht. Und (zu ihnen wird gesagt:) Ihr bekommt (jetzt) die Strafe des Höllenbrandes zu spüren.
Die Elenden des Feuers werden Regen erbitten, aber es wird glühende Steine und giftige Schlangen regnen. Das Feuer wird ihr Fleisch und ihre Knochen verzehren, die Herzen zertrennen und sie werden Kleider aus Pech tragen. Ein jeder der tot ist, sehnt sich nach dem Leben, aber die Elenden der Hölle sehnen sich nach dem Tod.
Koran 78,23 Sie werden (unabsehbare) Zeiträume in ihr verweilen, 24 ohne dass sie darin Kühle zu spüren oder etwas zu trinken bekommen, 25 außer heißem Wasser und Eiter(?), 26 zum Lohn, der (dem, was sie getan haben) angemessen ist.
Dank der Fürbitte Muhammads werden die Moslems aus der Hölle befreit. Wenn die Ungläubigen dies sehen, so rufen sie: Wären wir doch Moslems gewesen.
Koran 15,2 sagt: Es mag wohl sein, dass diejenigen, die ungläubig sind, es (dereinst?) gern hätten, wenn sie (in ihrem Erdenleben) Muslime gewesen wären.
Allah wird sprechen: Todesengel, heute kleide ich dich in das Gewand meines Zornes. Also komme über Iblis und lass ihn den Tod des ersten und des letzten Menschen und der Dschinn kosten. Wie viele Menschen hast du in die Irre geführt. Dann wird Iblis von den Strafengeln der Hölle mit Haken geschlagen und durchbohrt. Er wird so lange in Todesqualen liegen, wie Allah es will. Dem Engel des Todes wird von Allah befohlen den Ozean, die Berge und die Erde zu vernichten, Sonne und Mond zu verfinstern und die Sterne zu zerstreuen. Dann wird Allah fragen: Engel des Todes, wer von meiner Schöpfung verbleibt? Der Engel wird antworten: Allah, du bist der Lebende, der niemals stirbt. Es verbleiben Jibril, Mikail, Israfil, die Träger deines Thrones und ich, dein schwarzer Knecht. Allah wird dem Todesengel befehlen die verbliebenen Seelen fortzunehmen; zuletzt spricht Allah zum Todesengel: Stirb!
4. Paradies und Huris
In das Paradies erhalten wir durch den Koran einen guten Einblick:
Koran 55,56 Darin (d. h. in den Gärten) befinden sich (auch), die Augen (sittsam) niedergeschlagen, weibliche Wesen, die vor ihnen (d. h. vor den (männlichen) Insassen des Paradieses, denen sie nunmehr als Gattinnen zugewiesen werden) weder Mensch noch Jinn entjungfert hat. 57 Welche von den Wohltaten eures Herrn wollt ihr denn leugnen? 58 Sie sind (so strahlend schön), wie wenn sie (aus) Hyazinth und Korallen wären.
Die reinen Paradiesjungfrauen, Huris, erschuf Allah aus Licht. Wann immer ihr Gatte sich ihnen nähert, findet er sie jungfräulich vor. Der Überlieferung nach sagte Muhammad, Allah erschuf die Huris in vier Farben, nämlich weiß, grün, gelb und rot. Auf der Brust einer jeden Paradiesjungfrau steht der Name ihres Gatten und einer der Namen Allahs geschrieben. Oben auf ihrer Brust findet sich der Vermerk: Wer mir gleich zu werden wünscht, der übe Werke des Gehorsams gegenüber seinen Herren. Ferner heißt es, kein Moslem fastet im Ramadan, ohne dass ihm Gott im Paradies eine dunkelhäutige Jungfrau in einem Zelt aus einer weißen ausgehöhlten Perle zur Gattin gibt.
Koran 55,71 Welche von den Wohltaten eures Herrn wollt ihr denn leugnen? 72 Huris, in den Zelten abgesperrt (sodass sie den Blicken von Fremden entzogen sind). 73 Welche von den Wohltaten eures Herrn wollt ihr denn leugnen? 74 (Weibliche Wesen) die vor ihnen (d. h. vor den (männlichen) Insassen des Paradieses, denen sie nunmehr als Gattinnen zugewiesen werden) weder Mensch noch Jinn entjungfert hat.
Muhammad sprach, im Paradies gibt es weder Sonne noch Nacht oder Schlaf, denn der Schlaf ist der Bruder des Todes. Im Paradies fließen Ströme aus Wein und aus Honig. Dort haben die Bewohner ein glattes Gesicht und Milchbärte sowie dunkel geschminkte Augenlider. Die Männer haben dunkle, myrtengrüne Schnurrbärte, die Frauen aber nicht, damit sie sich von den Männern deutlich unterscheiden. Jeder Mann gewinnt die Kraft von einhundert Männern in der Welt, nicht nur beim Essen und Trinken sondern auch bei der sexuellen Befriedigung. Gibt er sich der körperlichen Liebe hin, beträgt diese Zeit achtzig Jahre ohne Ermüdung. Auch findet er jeden Tag einhundert verschiedene Arten von Speisen vor.
Koran 43,71 Man macht unter ihnen mit Schüsseln aus Gold und mit Humpen die Runde, und es gibt darin, was das Herz begehrt, und woran sich das Auge erfreut. - Und ihr werdet (ewig) darin weilen.
Was immer sich der Paradiesbewohner wünscht, Allah spricht: Sei! Und es ist, ohne Anstrengung oder Ermüdung. Dies währt bis zur nachunendlichen Zeit der nachunendlichen Zeit, so steht es geschrieben.
Man könnte innehalten und sich fragen: Wo bleibt der Islam? Bei einem 80-jährigen Akt müsste doch ab und zu der Ramadan ausfallen. Wie sieht es mit dem fünfmaligen Gebet aus? Ruft der Muezzin? Wird Allahs Wort nicht mehr rezitiert? Fragen über Fragen, aber leider keine Antworten.
Die Ungläubigen, die Angehörigen der übrigen Religionen und die Atheisten, haben von Allah nichts zu erwarten. Für diesen Personenkreis dauern die höllischen Qualen ewig an. Als besondere Finesse lässt Allah die geschundenen Körper der Verdammten immer wieder gesunden, damit die Qualen fortgesetzt werden können:
Koran 4,55 (...) Die Hölle wird (dereinst die Ungläubigen) schlimm genug brennen. 56 Diejenigen, die nicht an unsere Zeichen glauben, werden wir (dereinst) im Feuer schmoren lassen. Sooft (dann) ihre Haut gar ist, tauschen wir ihnen eine andere (dagegen) ein, damit sie die Strafe (richtig) zu spüren bekommen.
Nun ist Allah nicht gleichzusetzen mit dem biblischen Gott, denn jener ist der Gott der Liebe. Gleichwohl behaupten die Moslems Allah sei allwissend und allmächtig. Dann muss sich Allah die Frage gefallen lassen, warum Menschen, die als zeitliche Wesen in ihrer Zeitspanne nur zeitlichen Schaden stiften können, von ihm ewig bestraft werden; dies ist im höchsten Maße unlogisch und straft Allahs Göttlichkeit Lügen. Daher stellt sich eine einfache Frage: Was wäre der Islam ohne seine Hölle?
5. Letztes Opfer
Muhammad wäre nicht Muhammad, gäbe es nicht zum Abschluss ein kleines Sahnehäubchen:
Der Prophet habe gesagt, so wird überliefert, am Jüngsten Tag wird man den Tod herbeibringen wie einen Schafbock. Die Menschen des Paradieses werden gefragt, ob sie ihn erkennen. Sie werden ihn ansehen und erkennen. Ebenso werden die Menschen der Hölle gefragt. Auch sie werden ihn ansehen und erkennen. Dann wird der Tod vor den Augen der Menschen des Paradieses und vor den Augen der Menschen der Hölle geopfert. Es wird heißen, ihr Menschen des Paradieses, lebt ohne Tod und ihr Menschen der Hölle, lebt ohne Tod. So wird den von Allah verdammten Ungläubigen die letzte Hoffnung genommen, die Hoffnung auf den Tod, der ihre bestialischen und ewig währenden Höllenqualen beenden könnte.
Allah hat am Jüngsten Tag seine Schöpfung vollständig vernichtet und die Menschen in Hölle und Paradies verwiesen. Einen ließ er am Leben, Iblis den Teufel.