Andre
06.04.2009, 13:38
Schluss mit den Einkommensexzessen deutscher Wirtschafts- und Bankmanager!
pro NRW - Aktuelles
Montag, 6. April 2009
Beisicht: Warum werden Personen mit Geld überschüttet, die auf ganzer Linie versagt haben?
Kaum ein Tag vergeht, ohne das Meldungen über üppige Sonderzahlungen und Leistungsprämien an Bankmanager ans Tageslicht kommen. Einige dieser Geldinstitute stehen angesichts der Finanzkrise vor der Zahlungsunfähigkeit und können nur Dank großzügiger staatlicher Hilfe überleben. Dies hindert besagte Geldinstitute jedoch nicht, ihre Vorstandsmanager mit üppigen Sonderzahlungen zu entlohnen.
Kein vernünftiger Mensch missgönnt Klügeren und Tüchtigeren einen Gehaltsvorsprung. Der Skandal liegt jedoch in der Maßlosigkeit. Sie verletzt nicht nur die guten Sitten, sondern lässt viele Unternehmen ausbluten, als seien sie unter Vampire geraten. Außerdem findet man unter den angeblich so Kompetenten zahlreiche Blender und Blindgänger. Sie haben uns in die schwerste Finanz- und Wirtschaftskrise seit 80 Jahren gestürzt. Dafür kassieren sie nun auch noch Bonuszahlungen in Millionenhöhe. Ansonsten würden sie möglicherweise abwandern, heißt es. Fragt sich nur, wohin? Welchem Land mangelt es an eingeborenen Bankrotteuren? Doch für jeden Anspruch findet sich eine Begründung: Neben dem Gehalt winken diverse Sonderprämien – unter anderem dafür, dass man die lukrative Stelle überhaupt antritt, dann dafür, dass man ein wenig verweilt, schließlich dafür, dass man wieder verschwindet. Bei jedem Schritt wird jedenfalls groß abkassiert.
Was aber noch weit schlimmer ist: Gier steckt an! Sie kann ganze Volkswirtschaften ruinieren. Ein Blick auf die aktuellen Debatten in der Republik genügt: Während die einen zu Hunderttausenden ihre Job verlieren, streiken die anderen für Lohnzuwächse, bei deren Höhe man rätseln muss, ob sich die Krise überhaupt schon herumgesprochen hat. Wo Wirtschaftsmanager schamlos abgreifen, wollen sich die Belegschaften – verständlicherweise - nicht in Enthaltsamkeit üben. Umsätze und Gewinne brechen ein, nur die Personalkosten explodieren. Ist die finanzielle Substanz aufgezehrt, wird noch eine Zeitlang auf Pump weitergemacht und dann, wenn alles in Scherben liegt, nach Vater Staat gerufen.
Rücklagen findet man in den großen Unternehmen kaum noch. Sie gleichen darin der von den Altparteien regierten öffentlichen Hand, die in guten Zeiten nichts spart und sich in schlechten Zeiten umso hemmungsloser verschuldet. Man muss jedoch verstehen, weshalb es sich die verbrauchten Altparteien ungern mit den Managern verscherzen. Zum einen ist man selbstverständlich ideologisch aus dem gleichen Holz geschnitzt. Zum anderen pflegen jene Manager mit Großspenden die politische Landschaft. Die Altpartien müssen halt auch über die Runden kommen! Ohne die Banken, die jetzt einen staatlichen Schutzschirm beanspruchen, müssten die Bundestagsparteien ihren Gürtel beträchtlich enger schnallen – oder noch tiefer in die Tasche der Steuerzahler greifen.
Zu den Einkommensexzessen in Politik und Wirtschaft erklärt der pro NRW-Vorsitzende Rechtsanwalt Markus Beisicht:
„Die hemmungslose Gier und die Maßlosigkeit unserer ökonomischen Eliten ist mit verantwortlich für die schlimme Wirtschafts- und Finanzkrise. Wenn jetzt noch an gescheiterte Bankmanager üppige millionenschwere Sonderzahlungen geleistet werden, dann ist dies völlig inakzeptabel! Warum werden Bankrotteure mit Geld überschüttet, die auf ganzer Linie versagt haben? Überhaupt spalten maßlose Managergehälter unsere Gesellschaft. Da wird die Idee von Gleichheit und Gerechtigkeit tagtäglich mit Füßen getreten.
Von den verbrauchten Altparteien ist sicherlich kein Kurswechsel zu erwarten. Diese sind ähnlich gierig und aus dem gleichen Holz geschnitzt wie die Manager. So wird in Nordrhein-Westfalen Kommunalpolitik meistens als Mittel zur Lösung der eigenen sozialen Frage auf Kosten der Allgemeinheit missverstanden. Jedenfalls sind die Altparteien aufgrund ihrer Ignoranz hauptverantwortlich für die jetzige Entwicklung, bei der wenige immer reicher werden und der Rest an die Grenzen seiner finanziellen Leistungsfähigkeit und oftmals auch darüber hinaus getrieben wird. Zeigen wir den Altparteien bei der nordrheinwestfälischen Kommunalwahl daher die rote Karte!“
http://www.pro-nrw-online.de/content/view/1020/1/
pro NRW - Aktuelles
Montag, 6. April 2009
Beisicht: Warum werden Personen mit Geld überschüttet, die auf ganzer Linie versagt haben?
Kaum ein Tag vergeht, ohne das Meldungen über üppige Sonderzahlungen und Leistungsprämien an Bankmanager ans Tageslicht kommen. Einige dieser Geldinstitute stehen angesichts der Finanzkrise vor der Zahlungsunfähigkeit und können nur Dank großzügiger staatlicher Hilfe überleben. Dies hindert besagte Geldinstitute jedoch nicht, ihre Vorstandsmanager mit üppigen Sonderzahlungen zu entlohnen.
Kein vernünftiger Mensch missgönnt Klügeren und Tüchtigeren einen Gehaltsvorsprung. Der Skandal liegt jedoch in der Maßlosigkeit. Sie verletzt nicht nur die guten Sitten, sondern lässt viele Unternehmen ausbluten, als seien sie unter Vampire geraten. Außerdem findet man unter den angeblich so Kompetenten zahlreiche Blender und Blindgänger. Sie haben uns in die schwerste Finanz- und Wirtschaftskrise seit 80 Jahren gestürzt. Dafür kassieren sie nun auch noch Bonuszahlungen in Millionenhöhe. Ansonsten würden sie möglicherweise abwandern, heißt es. Fragt sich nur, wohin? Welchem Land mangelt es an eingeborenen Bankrotteuren? Doch für jeden Anspruch findet sich eine Begründung: Neben dem Gehalt winken diverse Sonderprämien – unter anderem dafür, dass man die lukrative Stelle überhaupt antritt, dann dafür, dass man ein wenig verweilt, schließlich dafür, dass man wieder verschwindet. Bei jedem Schritt wird jedenfalls groß abkassiert.
Was aber noch weit schlimmer ist: Gier steckt an! Sie kann ganze Volkswirtschaften ruinieren. Ein Blick auf die aktuellen Debatten in der Republik genügt: Während die einen zu Hunderttausenden ihre Job verlieren, streiken die anderen für Lohnzuwächse, bei deren Höhe man rätseln muss, ob sich die Krise überhaupt schon herumgesprochen hat. Wo Wirtschaftsmanager schamlos abgreifen, wollen sich die Belegschaften – verständlicherweise - nicht in Enthaltsamkeit üben. Umsätze und Gewinne brechen ein, nur die Personalkosten explodieren. Ist die finanzielle Substanz aufgezehrt, wird noch eine Zeitlang auf Pump weitergemacht und dann, wenn alles in Scherben liegt, nach Vater Staat gerufen.
Rücklagen findet man in den großen Unternehmen kaum noch. Sie gleichen darin der von den Altparteien regierten öffentlichen Hand, die in guten Zeiten nichts spart und sich in schlechten Zeiten umso hemmungsloser verschuldet. Man muss jedoch verstehen, weshalb es sich die verbrauchten Altparteien ungern mit den Managern verscherzen. Zum einen ist man selbstverständlich ideologisch aus dem gleichen Holz geschnitzt. Zum anderen pflegen jene Manager mit Großspenden die politische Landschaft. Die Altpartien müssen halt auch über die Runden kommen! Ohne die Banken, die jetzt einen staatlichen Schutzschirm beanspruchen, müssten die Bundestagsparteien ihren Gürtel beträchtlich enger schnallen – oder noch tiefer in die Tasche der Steuerzahler greifen.
Zu den Einkommensexzessen in Politik und Wirtschaft erklärt der pro NRW-Vorsitzende Rechtsanwalt Markus Beisicht:
„Die hemmungslose Gier und die Maßlosigkeit unserer ökonomischen Eliten ist mit verantwortlich für die schlimme Wirtschafts- und Finanzkrise. Wenn jetzt noch an gescheiterte Bankmanager üppige millionenschwere Sonderzahlungen geleistet werden, dann ist dies völlig inakzeptabel! Warum werden Bankrotteure mit Geld überschüttet, die auf ganzer Linie versagt haben? Überhaupt spalten maßlose Managergehälter unsere Gesellschaft. Da wird die Idee von Gleichheit und Gerechtigkeit tagtäglich mit Füßen getreten.
Von den verbrauchten Altparteien ist sicherlich kein Kurswechsel zu erwarten. Diese sind ähnlich gierig und aus dem gleichen Holz geschnitzt wie die Manager. So wird in Nordrhein-Westfalen Kommunalpolitik meistens als Mittel zur Lösung der eigenen sozialen Frage auf Kosten der Allgemeinheit missverstanden. Jedenfalls sind die Altparteien aufgrund ihrer Ignoranz hauptverantwortlich für die jetzige Entwicklung, bei der wenige immer reicher werden und der Rest an die Grenzen seiner finanziellen Leistungsfähigkeit und oftmals auch darüber hinaus getrieben wird. Zeigen wir den Altparteien bei der nordrheinwestfälischen Kommunalwahl daher die rote Karte!“
http://www.pro-nrw-online.de/content/view/1020/1/